Bedarf an Gymnasiallehrern

Zu den Berichten "Bayern setzt Rotstift an: Weniger statt mehr Lehrer" und "Keine Chance trotz Einserschnitts":

In ihrem Wahlprogramm von 2013 hatte die CSU zugesagt, "den Personalstand im Bildungswesen (nicht) zurück(zu)fahren". Doch nun sollten 830 Lehrerstellen gestrichen werden. Von den 800 Referendaren für die Gymnasien werden - auch bei bestem Zeugnis - nur 170 übernommen.

Für die Einführung der geplanten "Präsenzpflicht" ist die Anstellung pädagogischer Fachkräfte zu fordern; denn Aufgaben und Arbeitszeit des Gymnasiallehrers sind selbstverständlich nicht auf den Unterricht beschränkt. Eine Umfrage bei den Gymnasien in Amberg brachte folgende Ergebnisse: Unterrichtsversorgung an den Gymnasien in Amberg: Von den Klassen 5 bis 10 zählen 46 Klassen über 20, 30 Klassen über 25 und 1 Klasse über 30 Schüler. Die Zahl der Q11-Kurse mit einer Stärke über 20 Schüler beläuft sich auf 63, 5 Kurse weisen über 25 auf. 56 Q12-Kurse zählen mehr als 20 Schüler, 9 Kurse weisen über 25 Schüler auf. Der Bedarf an Gymnasiallehrern beläuft sich auf 7, und zwar in den Fächern: Deutsch, Mathematik, Physik, Kunsterziehung, Musik und Sport/w. Diese Zahlen zeigen keine Ausnahmesituation auf. Es ist daher zu fordern, dass die "Hoffnung" des Kultusministers auf positive Ergebnisse im Nachtragshaushalt in die Realität umgesetzt wird.

Reinhold Beer, 92224 Amberg
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