Bei Freunden untergekommen
Hintergrund

Hubert Hohlbein floh aus der DDR in den Westen. "Direkt nach meiner Flucht bin ich glücklicherweise bei Freunden meiner Eltern unterkommen", erzählt der heute 72-Jährige. In West-Berlin studierte er an einer Universität. Später zog er nach Süddeutschland in die Stadt München.

Als er am Abend des 9. November 1989 im Fernsehen sah, dass die Mauer in Berlin geöffnet wurde, entschied er sofort: Da fliege ich morgen hin. Das muss ich selbst miterleben! (dpa)

Flucht über die Friedhofsmauer

Hubert Hohlbein floh aus der DDR in den Westen. Später half er anderen Menschen bei der Flucht. Einmal benutzte er dabei eine Leiter. Und zwar so: Ein Friedhof in Ost-Berlin lag direkt an der Grenze zu West-Berlin. Ein Teil der Friedhofsmauer gehörte zur Grenze. "Wir entdeckten dort eine Stelle zwischen zwei Gebäuden, die man von Ost-Berliner Seite nicht wirklich einsehen konnte", erinnert Hubert Hohlbein sich. Perfekt für eine Flucht.

Gemeinsam mit Freunden baute er eine besondere Konstruktion: eine lange Leiter, die man klappen konnte. Damit sollte die Mauer überwunden werden. Diese schob Hubert Hohlbein zusammen mit anderen Flucht-Helfern in einer Nacht des Jahres 1965 über die Friedhofsmauer. Dort nahm sie ein Mann in Empfang - und kletterte über die Leiter zu ihnen nach West-Berlin. (dpa)
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