Beim Pfarrhof in Parkstein wurden unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes bauliche Mängel ...
Saniert und Raumaufteilung verändert

Parkstein. (bey) Der Katholische Pfarrhof Parkstein erstrahlt nach einjähriger Generalsanierung in neuem Glanz. Das im Jahr 1714 errichtete Bauwerk präsentierte sich vor seiner Sanierung in einem optisch durchaus guten Zustand, doch zeigten genaue Untersuchungen gravierende bauliche Mängel.

Für die Katholische Kirchenverwaltung Parkstein ergab sich somit nach vielen Gesprächen mit der Diözese Regensburg und dem Landesamt für Denkmalpflege die Notwendigkeit, mit den Sanierungsarbeiten dauerhaft den Erhalt des Gebäudes zu sichern. Die Planung und Bauleitung wurde dem örtlichen Architekturbüro Josef Schöberl übertragen.

Der eigentliche Ursprung des Pfarrhofes geht nachweislich bis zum Jahr 1579 zurück. Der damalige Pfarrhof brannte im Jahr 1593 ab, erst 1610 wurde ein neuer Pfarrhof errichtet und dazu ein Schulgebäude angebaut. Im Jahr 1663 fiel der Pfarrhof durch Losentscheid an die katholische Kirche. Daran schloss sich im Jahr 1714 die Restaurierung des Pfarrhofes an, an die durch eine Bauinschrift über der Eingangstüre in den Pfarrhof auf Dauer erinnert wird. Seither hat sich das Aussehen des Pfarrhofes nicht mehr verändert, auch wenn Umbau- und Sanierungsarbeiten notwendig geworden waren. Die Hauptsanierungsarbeiten in den vergangenen zwölf Monaten lagen im Bereich des historisch barocken Dachstuhles und in der Gewölbesanierung im Keller. Darüber hinaus wurde durch eine andere Raumaufteilung massiv in die vorhandene Bausubstanz eingegriffen. Vorrangiges Ziel der Katholischen Kirchenverwaltung und von Architekt Josef Schöberl war aber, die historisch wertvollen Bauteile für die Nachwelt zu erhalten. Dennoch gelang es, die komplette Heizung an das daneben befindliche Kapuzinerhaus anzuschließen, ebenso wie die Elektroinstallation auf den neuesten Stand zu bringen. Im Zuge der neuen Raumaufteilung wurden sinnvolle Funktionsbereiche zusammengeführt, wie beispielsweise die Amtsräume mit dem Pfarrbüro und dem Archiv. Die Räume befinden sich unmittelbar hinter dem Haupteingang.

Bei der Aufteilung der Wohnung des Pfarrers mit Wohnküche im Erdgeschoss, den Schlafräumen mit Gästezimmer einschließlich Nasszelle im Obergeschoss wurden vorgegebene Richtlinien beachtet. Ebenso wurde im Obergeschoss eine separate Wohneinheit mit Wohn- und Schlafzimmer sowie Nasszelle für eine Pfarrhaushälterin geschaffen. Daneben waren eine Vielzahl von Bauarbeiten notwendig, die in ihrer Gesamtheit zum Erhalt des Gebäudes beitragen. Dabei war der Einklang mit dem Denkmalschutz zu beachten. Der Gesamtaufwand für die Sanierungsarbeiten lag bei rund 800 000 Euro. Die Baumaßnahme wurde von der Diözese Regensburg mit einem Zuschuss von rund 400 000 Euro finanziell unterstützt. Der Markt Parkstein gewährte einen Zuschuss von 80 000 Euro als pauschale Förderung.

Die überregionale Bedeutung des Pfarrhofes mit der Eigenschaft als Denkmal wurde von der Landesstiftung Bayern mit einem Zuschuss von 75 000 Euro gewürdigt. Der verbleibende Betrag ist von der Katholischen Kirchenverwaltung aufzubringen. Am Ostermontag nach dem feierlichen Gottesdienst mit Beginn um 8.30 Uhr wird Pfarrer Pennoraj Thamarkkan um 9.30 Uhr den "neuen" Pfarrhof segnen. Anschließend hat die Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür die Gelegenheit vormittags bis 11 Uhr und am Nachmittag von 14 bis 16 Uhr die umgestalteten Räumlichkeiten zu besichtigen.
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