Beste Werbung für die Max-Reger-Stadt
Briefe an die Redaktion

Zu den Max-Reger-Tagen:

Nun sind sie also zu Ende, die viel gescholtenen Max-Reger-Tage. Und mit Fug und Recht kann man festhalten, dass sie mit Bravour und großer Qualität über die Bühne gegangen sind.

Und zum Schluss Reger pur, wie auch Frau Prof. Popp in ihrer ausführlichen Moderation nett sagte, wirklich beeindruckend und das in seiner Wirkungsstätte St. Michael: Seele, vergiss' sie nicht! Allein schon das Thema "Zeitenwende - Zeitenende" war im Kriegsgedächtnisjahr ideal gewählt: Man bekam einen Einblick, was die Komponisten dieser Zeit dachten, fühlten und komponierten.

Auf welch lockere, humorvolle und spannende Weise wurden dem Zuhörer die Stücke näher gebracht. Natürlich, Reger, er stand immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens, ob mit eigenen Kompositionen oder in Beziehung gebracht mit Strauß, Hindemith, Schönberg oder so vielen anderen. Wer kannte schon Karl Weigl, John Field, Wilhelm Killmeyer, Julius Röntgen und und und? Viele unbekannte und wahrlich nicht spröde Schätze.

Trefflich auch die Diskussion um Blasmusik und die richtige Bearbeitung. Uns hat im übrigen die Form in der OTH sehr gut gefallen. Es fiele uns schwer und es wäre auch ungerecht, eines der vielen Konzerte besonders hervorzuheben. Alles hat gepasst. Und sogar Händel fand noch Platz (in Pirk) und die Version vom Schmerz in seinem "Lascia Ch'io pianga".

Das ganz besondere i-Tüpferl sind natürlich immer wieder die Meisterkurse: Sie bringen jungen Leuten von nah und fern Reger nahe und lassen sie auch unsere Stadt kennenlernen. Voll ausgebucht, waren sie für Weiden ein echter und billiger Werbeträger, nicht zuletzt auch dank der ausgezeichneten Dozenten.

Eine der sehr talentierten Sängerinnen als Gast zu haben, war für uns Freude und absolute Bereicherung zugleich. Wie auch bei anderen Gasteltern: Es gibt keinerlei Berührungsängste, Freundschaften entstehen und werden vertieft. Die Veranstaltungen waren in der Regel recht gut besucht, und langsam kristallisierte sich so ein treues, aber doch ganz anderes Stammpublikum von Reger-Liebhabern heraus. Dies auch dank der Presse.

Die Internationale-Max-Reger-Gesellschaft tagt regelmäßig anlässlich des Festivals in Weiden. Aus ihrem Kreis wirken ausgezeichnete Künstler mit. Dies gibt dem Ganzen noch eine ganz besondere Note. Welche Werbung für die Max-Reger-Stadt! Also ein rundum positives Fazit. Wer nicht hinging, der hat doch einiges versäumt. Wie das "städtische Streichorchester", das, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wieder mal durch völlige Abwesenheit glänzte. Eigentlich eine Pflichtveranstaltung. Die Max-Reger-Tage sollten sich durch die wenig qualifizierten Störmanöver nicht beirren lassen.

Ein wenig zuversichtlich stimmen nun doch wieder die Worte von Bürgermeister Meyer. Aber lasst ihnen die Taten - sprich: Gelder - folgen. Das Festival muss, und in dieses Horn haben schon die Zeitungskritiker dankenswerterweise kräftig geblasen, unbedingt und unter Bündelung aller musikalischen Kräfte Weidens weitermachen!

Wolfgang und Ursula LindnerWeiden

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