Biedermann war gestern

Nur wenige Wochen nach der Einführung des neuen Fabia bringt Skoda jetzt die praktische Kombi-Version auf die Straße. Wie die Limousine überzeugt auch der um 27 Zentimeter längere und 600 Euro teurere Tscheche mit sehr gutem Platzangebot, sparsameren Motoren und neuen Infotainment-Systemen.

Seit 2000 hat Skoda den Fabia Combi im Programm. Mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge hat die Volkswagen-Tochter bisher von dem Modell verkauft. Die dritte Generation startet am 24. Januar zu Preisen ab 13 090 Euro und tritt gegen die zwei Wettbewerber Renault Clio Grandtour und den Seat Ibiza ST an.

Bei nahezu gleicher Außenlänge bietet der 4,26 Meter lange Tscheche unter den dreien das größte Gepäckvolumen: Mit 530 Litern schluckt der Fabia Combi 25 Liter mehr als sein Vorgänger und 90 Liter bis 100 Liter mehr als die Konkurrenz. Nach dem Umklappen der teilbaren Rücksitzbank (Serie ab Ambition) können bis zu 1395 Liter Gepäck hinter der weit aufschwingenden Heckklappe untergebracht werden.

Optisch präsentiert sich der Neuling sportlicher als sein etwas biederer Vorgänger. Das Design ist klar und schnörkellos, aber neun Zentimeter mehr Breite und drei Zentimeter weniger Höhe verleihen dem kleinen Lastesel knackigere Proportionen und lassen ihn satter auf der Straße stehen.

Funktionalität ohne Schnickschnack, ein klar gegliedertes, aufgeräumtes Cockpit und solide, gut verarbeitete Materialien - so lässt sich der Innenraum beschreiben. Die bequemen Sitze bieten guten Seitenhalt und taugen auch für längere Strecken. Neue Multimedia-Systeme aus dem Modularen Infotainment-Baukasten des VW-Konzerns halten erstmals Einzug. So lässt sich mit "Mirror Link" die Oberfläche des eigenen Smartphones auf den Bildschirm im Fahrzeug spiegeln und beispielsweise die Navigations-App nutzen. Ab Juni wird für beide Karosserievarianten auch ein fest installiertes Navigationssystem angeboten. Sechs Airbags, ESP und Multikollisions-Bremse sind beim Fabia Combi serienmäßig. Klimaanlage und elektrische Fensterheber gibt es erst ab der mittleren Ausstattung "Ambition" (2080 Euro Aufpreis), dazu kommen erstmals Frontradar-Assistent und Speedlimiter.

Bis auf den Basis-Benziner mit 60 PS, der für den Combi nicht angeboten wird, entspricht das Motorenprogramm dem der Limousine. Drei Benziner, ein Einliter-Dreizylinder und zwei 1,2-l-Vierzylinder-Turbo, decken ein Leistungsspektrum von 75 bis 110 PS ab. Die beiden 1,4-l-Dreizylinder-Diesel leisten 90 und 105 PS. Die neu entwickelten Motoren sind mit Fünf- oder Sechsgangschaltgetriebe kombiniert. Der größte Benziner und der kleine Diesel können gegen 1300 Euro Aufpreis auch mit DSG geordert werden. Start-Stopp-Automatik ist Serie. Die Triebwerke kommen mit bis zu 17 Prozent weniger Kraftstoff aus und genehmigen sich im Schnitt zwischen 3,4 Liter Diesel und 4,8 Liter Super. Absolutes Sparbrötchen wird der ab Jahresmitte verfügbare 1,4-Liter-TDI-Greenline mit 90 PS und einem Normverbrauch von 3,1 Liter (82 g CO2/km). (mid)
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