Bitte "Stolpersteine" auch in Weiden
Brief an die Redaktion

Zum Artikel "Gedenken an die Widerstandskämpfer" vom Donnerstag, 20. November, regt ein Leser an:

Warum gibt es eigentlich keine "Stolpersteine" in Weiden? Wer in den letzten Jahren aufmerksam in verschiedenen deutschen Städten unterwegs war, ist der Aktion eines Künstlers aus Köln bestimmt schon "begegnet". "Stolpersteine" heißt diese Demonstration, bei der Pflastersteine mit den persönlichen Daten von Opfern des Nationalsozialismus auf Gehsteigen und an Hauswänden angebracht werden. Gemäß eines Spruches aus dem Talmud, nachdem ein Mensch erst dann vergessen ist, wenn sein Name vergessen ist. Im Hinblick auf das Vorkommen dieser Gedenksteine in der nördlichen Oberpfalz sind wir noch ein weißer Fleck auf der Landkarte.

Die Nähe zur Gedenk- und Dokumentationsstätte Flossenbürg ist zudem eine historische Gewichtung. Aufgrund von Verdrängung und Ignoranz wurden in der Vergangenheit mit der Benennung von Straßennamen oft an die Täter erinnert. In Zukunft sollte man sich ebenfalls an die Opfer erinnern, auch in der nördlichen Oberpfalz.

Alfred KickVohenstrauß

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