Bloß keine Panik - schlechte Noten lassen sich in den Griff kriegen
Ursachen abstellen

Eine Fünf in Mathe oder die wackelige Vier in Chemie: Bringt das Kind eine schlechte Note nach Hause, sollten Eltern nicht gleich in Aktionismus verfallen. Das empfiehlt Ilka Hoffmann, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Eine solche Zensur sei ein erster Anhaltspunkt, dass Sohn oder Tochter bei einem Lernschritt nicht hinterherkommen. Dann gelte es herauszufinden, welcher das ist: "Am besten vereinbaren Eltern mit der Lehrerin nach der Klassenarbeit einen Termin und schauen sich die Fehler genau an", rät die und GEW-Verantwortliche für den Bereich Schule.

Tritt die schlechte Note zum Beispiel beim Bruchrechnen auf, kann es dafür verschiedene Ursachen geben: "Vielleicht kann das Kind das Einmaleins nicht, oder es hat Schwierigkeiten beim Addieren", sagt Hoffmann. Je genauer sich herausfinden lässt, wo es hakt, umso gezielter lässt sich dieser Schritt - am besten mit einem kompetenten Nachhilfelehrer - üben.

Wichtig sei außerdem das Gespräch mit dem Kind. "Fragen Sie es konkret: Hattest du Angst vor der Arbeit? Hast du zu wenig gelernt oder zu wenig Zeit gehabt?", empfiehlt Hoffmann. Manchmal kläre sich an dieser Stelle schon Einiges und es müsse nicht unbedingt ein Termin mit dem Fachlehrer vereinbart werden.

Eine schlechte Note ist aber nicht das einzige Signal, dass in der Schule etwas schiefläuft. Meist falle es schon bei den Hausaufgaben auf: Die Kinder drücken sich vor einem bestimmten Fach oder sitzen sehr lange daran. Hier können Eltern nachhaken und gemeinsam mit dem Nachwuchs überlegen, woran das liegt. Manchmal beherrschen die Kinder den Stoff, verstehen aber die Aufgabenstellung nicht. (tmn)
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