Brand in Flüchtlingsunterkunft
Streit um Ramadan?

Zwei Bewohner stehen im Verdacht, den Brand in einem Asylbewerberheim in Düsseldorf verursacht zu haben. Zuvor soll es Streit gegeben haben.

Düsseldorf. (epd/dpa) Nach dem Großbrand in einer Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft mit 30 Verletzten stehen nach Angaben der Polizei zwei Asylbewerber unter dem dringenden Tatverdacht der schweren Brandstiftung. Eine fremdenfeindliche Straftat oder eine Brandstiftung von außen wurde ausgeschlossen. Vor dem Großbrand hat es Zeugen zufolge Streit um die Beachtung des islamischen Fastenmonats Ramadan gegeben. Bei der mittäglichen Essensausgabe sei es zu den Streitigkeiten gekommen, dies hätten Mitarbeiter des Roten Kreuzes berichtet, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Mittwoch und bestätigte Medienberichte. Dabei sei es um die ordnungsgemäße Beachtung des muslimischen Fastenmonats gegangen. Ob ein Zusammenhang zur Brandstiftung bestehe, werde noch geprüft. In der Halle hätten Christen und Muslime unter einem Dach gelebt, berichtete eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes. Die Stimmung sei schwierig gewesen und habe sich mit Beginn des Ramadans noch verschlechtert. Die unterschiedlichen Gruppen hätten sich jeweils benachteiligt gefühlt, obwohl mit einer Essensausgabe um 22 Uhr auf die Belange der Muslime im Ramadan Rücksicht genommen worden sei.
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