Brandwunden nicht einsalben
Vorsicht beim Grillen

Jedes Jahr gibt es in Deutschland rund 4000 Grillunfälle, warnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die meisten davon Verbrennungen. Bild: dpa
Berlin. (dpa/tmn) Viele nutzen das tolle Sommerwetter für einen gemütlichen Grillabend. Aber Vorsicht: Jedes Jahr gibt es in Deutschland rund 4000 Grillunfälle, warnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die meisten davon Verbrennungen. Die häufigste Ursache ist der falsche Umgang mit einem Brandbeschleuniger. Wird der einfach in die Glut gekippt, kann eine Stichflamme entstehen - das ist für denjenigen am Grill, aber auch für umstehende Menschen gefährlich. Bei schweren oder großflächigen Verbrennungen und wenn der Betroffene heiße Luft eingeatmet hat, sollte man den Rettungsdienst 112 rufen.

Brennende Kleidung lässt sich mit einer Decke oder einem großen Kleidungsstück ersticken - es darf aber auf keinen Fall aus Synthetik sein. Dazu den Stoff fest auf den Körper drücken und die Flammen vom Kopf abwärts ausstreichen, rät das DRK. Verbrannte Kleidungsstücke, die nicht mit der Haut verklebt sind, sollte man entfernen.

Großflächige Verbrennungen sollten nicht gekühlt werden, damit der Körper insgesamt nicht zu sehr auskühlt. Wunden, die kleiner als die Handinnenfläche sind, können ruhig etwa unter kaltes Wasser kommen, um den Schmerz zu lindern. Die Brandwunde sollte man mit einem Verbandtuch bedecken - das findet sich zum Beispiel im Verbandkasten des Autos. Dann locker ohne Druck verbinden. Salben, Öle oder vermeintliche Hausmittel wie Mehl haben auf einer Brandwunde nichts zu suchen.