Breit angelegte, intensive Ausbildung geht der Jägerprüfung voraus
Ohne jede Menge Fleiß geht gar nichts

Die Jagd hat eine lange Tradition. Schon von alters her unterteilten sich unsere Vorfahren in Jäger und Sammler. Die Jagd in Mittelalter war streng reglementiert. Vor allem die "Hohe Jagd", also Hirsch oder Wildschwein zu jagen, war dem hohen Herrn vorbehalten. Wenn überhaupt, durfte der einfache Man hin und wieder einem Hasen nachstellen.

Erst mal lernen

Wie man die Jagd waidgerecht, also auch unter naturschützerischen Aspekten richtig, ausübt, lernt man in den Kursen, die auf die staatliche Jägerprüfung vorbereiten. Diese ist in ganz Deutschland vorgeschrieben, möchte man der Jagdleidenschaft frönen. Eines gleich vorweg: Jagd bedeutet nicht, nach Wildwestmanier Beute zu machen. Die Jäger von heute verstehen sich als Naturschützer, ja der Jagdverband sieht sich gar als eine der größten Naturschutzorganistation überhaupt.

Es geht ihm darum, die heimische Natur für folgende Generationen zu erhalten - und nach Jägermeinung gehört dazu auch ein solider Bestand an Wildtieren. Ein Ausgleich zwischen den Interessen der Jagd und denen von Wald- oder Landwirtschaft muss dabei ebenfalls erzielt werden.

Die Jägerprüfung wir oftmals als das "grüne Abitur" bezeichnet - und das ist gar nicht so abwegig, denn man muss sich schon ein enormes Fachwissen in kurzer Zeit aneignen um die Prüfung zu bestehen. Diese unterteilt sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Zudem muss der künftige Jäger auch seine Schussfertigkeit beweisen. Dies ist schon aus tierschützerischen Gründen wichtig - denn wenn schon der Jäger als Regulativ heutzutage die Stelle der Raubtiere übernimmt, dann soll das Wild nicht durch schlampige Schüsse leiden müssen.

Da gilt auch der alte Grundsatz "Jagd ohne Hund ist Schund", denn bleibt das Wild nicht sofort im Schuss liegen, muss man es nachsuchen. Dies ist aber ohne einen guten und ausgebildeten Jagdhund nicht möglich.

Und so ist man schon bei den verschiedenen Unterrichtsfächern angelangt die im Jägerkurs gelehrt werden. Man erlernt den Umgang mit dem Jagdkameraden Hund, ferner erfährt man auch viel über die wichtigsten Krankheiten. Denn nach dem Erlegen des Wildes bricht der Jäger die Tiere auf, zu deutsch er entfernt die inneren Organe und kann anhand von Veränderungen bereits hier auf mögliche Krankheiten des erlegten Tieres schließen.

Übung gibt Sicherheit

Insgesamt erstreckt sich der Wissensstoff für die Jägerprüfung auf sechs Fächer. Waffenkunde ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, vor allem auch der Umgang und die Sicherheitsbestimmungen sind wichtig, um Unfälle zu vermeiden.

Da sich die Jäger auch und besonders heutzutage als Naturschützer verstehen, nimmt der Naturschutz mit Land- und Waldbau, also die Kunde über die Flora und Fauna, ebenfalls einen wichtigen Bestandteil in der Ausbildung ein. Ferner werden Jagdrecht, Jagdliche Praxis, Tierkunde und das Jagdhundewesen gelehrt. (hrs)
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