Briefe an die Redaktion Ammerthaler Theater besser als der Komödienstadel

Zu "CSU-Räte bleiben Podium fern" (AZ vom 28. März):

Wenn Ammerthaler wissen möchten, was AZ-Leser über das Polittheater ihrer CSU-Frontkämpfer denken, sollten sie sich an den Kummer von Mama Bavaria auf dem Nockherberg erinnern, wie sie ihren politisierenden Kindern die Leviten gelesen hat.

Mit Spannung wartet man als Leser der AZ inzwischen auf neue Highlights aus Ammerthal, manchmal geht einem dabei das Herz auf, manchmal das Messer in der Hosentasche. Dennoch, es ist unterhaltsamer als beim Komödienstadl, und man kann nur hoffen, dass den renitenten Häuptlingen des gallischen Dorfes in der Oberpfalz die Themen nicht ausgehen.

Nachdem sich ein Druid im Dorf als Hauptsteuerzahler vorsätzlich die Gemeinschaft finanziell schädigend nach Poppenricht zurückzog, offensichtlich jedoch keinen Wohnsitzwechsel zur Beruhigung des gallischen Dorfes in der Oberpfalz vollzogen hat, kann nun frisches Wasser aus Amberg ins Jammertal Ammerthal fließen. Es scheint aber nicht bereinigend zu wirken, denn statt einstiger Kritik am Wasser sprudelt jetzt Kritik am Datenfluss und an der Homepage auf. Anscheinend gibt es ein neues aufzubereitendes Thema aus der Folge von unendlichen Geschichten aus dem Reservat, an dessen Grenzen für den Übertritt ... besser Schlagbäume aufgerichtet werden sollten, als Warnung an wohnsitzsuchende Neubürger. Vom Wasser zum Datenfluss, das ist thematisch ein Quantensprung von den Hethitern zu den Googlern.

Apropos: Für die Vermarktung bzw. Steigerung des Unterhaltungswertes dieser Politexklave und deren Popularität über die Grenzen des Landkreises hinaus gäbe es innovative Impulse! Nach der zwangsweisen Schließung zweier Kinos in Amberg und der möglichen Ablehnung ... des neuen Multiplex könnte Ammerthal in einem Freilichttheater Aufführungen unter dem Motto "Das streitbare Dorf, der nackte Wahnsinn" inszenieren. Mit fortlaufenden Folgen im Stile von Prunksitzungen aus dem Nockhertal wären Kassenschlager garantiert.

Und wenn alles nicht funktioniert und AZ-Leser der Ammerthaler Dramen eines Tages leid sein sollten, könnte man über Umsiedlungen der Häuptlinge nachdenken oder den stumm leidenden Siedlern Schmerzensgeld für entgangene Ruhe und Lebensqualität im Reservat zahlen oder ihnen wohlwollendes Spontan-Asyl in friedfertigen Gemeinden anbieten. Und wenn zur dauerhaften Beruhigung alles nicht hilft, könnte man durch "schnelles Fluten", ähnlich der Forderung nach "schnellem Internet", im Ammertal mit Amberger Wasser ein Naturreservat schaffen, an dessen Staumauer regenerative Energie gewonnen werden könnte. Seehofer würde ein solches Ansinnen sicher fördern, um die Windkraft zu canceln.

Peter Bornholdt, Amberg

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