Briefe an die Redaktion Baustellencamping war lange genug

Wegen der laufenden Bauarbeiten mit Einschränkungen leben mussten in den vergangenen Monaten die Besucher des Sibyllenbads. Archivbild: Grüner
Zu den Umbauarbeiten im Sibyllenbad während des laufenden Betriebes schreibt ein langjähriger Badegast:

"Da ich seit gut 20 Jahren jede Woche das Sibyllenbad besuche, glaube ich, auch bei all den positiven Berichten über das modernisierte Bewegungsbad mal ein paar reale negative Aspekte aufführen zu müssen. Vor knapp einem halben Jahr wurde von verantwortlichen Größen die Fertigstellung des Bades gefeiert und in der Presse mit breitem Lächeln verkündet. Dass aber bis zum heutigen Tage noch vieles im Argen liegt, scheint diese Personen nicht zu interessieren.

Schon wenige Tage nach dem Befüllen des Beckens platzten die Fliesen am Beckenrand ab. So passierte es schon einige Male, dass morgens um 8 Uhr die Becken mit einer Wassertemperatur zum Frösteln (18 Grad Celsius) aufwarteten. Die überarbeitete und neu gestaltete Dampf-Sauna erwartete die Besucher während des regulären Betriebes mit Abdeckplanen, Farbeimern und Malerutensilien. Die Elektrofirma ist noch bis zum heutigen Tage am Werke, um die Installation und die Beleuchtung fertig zu stellen.

So wurden die Decken öfter wieder geöffnet, um neu zu verkabeln. Über das herumliegende Werkzeug mussten die Gäste in die unteren Räume zum Duschen und Umkleiden gelangen. Dem Reinigungspersonal blieb morgens keine Zeit mehr, um nach den Nachtarbeiten den Schmutz weg zu räumen Das bedauernswerte Personal im Bad muss sich oft die Kritik der Badegäste anhören, obwohl es dafür keine Verantwortung trägt. So gäbe es noch einige Punkte der Kritik aufzuführen, ohne gleich zum Haarspalter zu werden. Nicht wenige Gäste hatten sich schon über diese Zustände beschwert. Aber auch auf schriftliche Beschwerden erhielten ich und auch andere Besucher bis heute keine Antwort .

Während der Umbauarbeiten nahm man all die Umstände in Kauf, muss die Anlage doch modern erhalten und gewartet werden. Es gab auch in dieser Zeit gewisse Vergünstigungen. Den Besuchern war dies alles bewusst und sie hatten Verständnis. Aber langsam reicht es. Baustellencamping war lange genug. Will man sich doch erholen und etwas Ruhe haben. Dass man den Eintrittspreis unter diesen Umständen erhöht, regt viele doch zu Unmutsäußerungen an. Die Hoffnung stirbt zu Letzt. Vielleicht kehrt mit dem neuen Jahr doch endlich Ruhe ein.

Schell Herbert92717 Reuth

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