Briefe an die Redaktion Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Zum Bericht "Bürger-Ideen ausgebremst" und zur Debatte im Waldershofer Stadtrat zur Gestaltung des Kreisverkehrs:

Die Stadt Waldershof lobte vor einiger Zeit einen Wettbewerb zur Gestaltung des neuen Kreisverkehrs aus, an dem sich die Bürger und Bürgerinnen der Stadt beteiligen konnten.

Von 15 eingereichten Vorschlägen kamen 9 (nicht wie berichtet 7) Vorschläge in die engere Auswahl, über die dann online abgestimmt werden konnte. In den Ausschreibungsunterlagen der Stadt hieß es unter Punkt 8: Die eingereichten Vorschläge werden im Anschluss hinsichtlich der oben genannten Kriterien (Punkt 6) und ihrer Umsetzbarkeit von der Stadtverwaltung Waldershof überprüft und vom Stadtrat genehmigt. So und jetzt muss man im Artikel vom 19./20.09.2015 "Bürger-Ideen ausgebremst" lesen, dass der Stadtrat in seiner Sitzung vom 17.09.2015 den Gewinnervorschlag abgelehnt hat, nach dem Motto "gefällt uns nicht" oder "hier fehlt uns der Bezug zu Waldershof". Meine Frage: Laut Punkt 8 der Ausschreibung hat der Stadtrat doch die Vorschläge geprüft und genehmigt, welche in die Endausscheidung gehen, oder fand hier keine Abstimmung statt? Kann sich der Stadtrat nur wenige Wochen später nicht mehr daran erinnern, was er beschlossen hat? Warum lasse ich einen Vorschlag zu, der einem dann wenige Wochen später nicht mehr gefällt? Wusste man das nicht schon vorher?

Hier verlieren der Stadtrat und die Stadt Waldershof ihre Glaubwürdigkeit. Die Vergabe an eine externe Firma für die Onlineabstimmung hat sicher auch Geld gekostet und plötzlich lässt man alles fallen. Danke, hier muss der Steuerzahler wieder bluten. Und wenn der Stadt Waldershof dann plötzlich die Pflege- und Unterhaltungskosten zu groß sind, warum lobe ich dann überhaupt so einen Wettbewerb aus?

Am Schluss sei noch angemerkt lieber Waldershofer Stadtrat, es gab einige Vorschläge, unter anderem auch von mir, die pflegeleicht sind. Eventuell kann man dem Straßenbauamt ja die Vorschläge weitergeben und es kann bei der Gestaltung doch noch ein Bezug zur Region und zur Stadt Waldershof berücksichtigt und umgesetzt werden. Wäre schade, wenn man jeden Tag daran vorbeifährt und eine hässliche Kreisverkehrsgestaltung sieht, die keiner haben will.

Lars MeixnerLengenfeld

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