Briefe an die Redaktion Handlungsbedarf in Sachen Internet

Zum SRZ-Bericht "Einige Dörfer außen vor" vom 23. Januar 2015 erreichte uns folgende Zuschrift:

Am 20. Januar beschloss der Illschwanger Gemeinderat, dass die Bürger einiger kleiner Ortschaften keinen Breitbandzugang bekommen. Einstimmig wurde die "optimale Lösung" in Auftrag gegeben: Die langsamen Zugänge werden schneller gemacht, die schnellen Zugänge noch schneller. Das ist verständlich, aber was ist mit den Bürgern, die heute keinen Zugang haben?

In der Breitbandrichtlinie Bayerns steht: "Grundsätzlich sollen alle möglichen Endkunden in einem Erschließungsgebiet mit Bandbreite versorgt werden." Hier müssen wir an die Solidarität appellieren: Wenn alle Bürger den Zuschuss des Staates wie auch den Zuschuss der Gemeinde finanzieren, dann sollten auch alle Bürger einen Zugang erhalten.

Die Nachteile für die betroffenen Bürger ohne Internetzugang kennt jeder, dessen Zugang einen Tag lang nicht funktioniert: Mehrkosten, eingeschränktes Berufs- und Privatleben, langfristig Wertverlust der Immobilie. Ohne Zugang ist Teilhabe am öffentlichen Leben nicht möglich. Internet ist Bestandteil der Grundversorgung.

Da wir bereits jetzt laufend mit den Einschränkungen ohne Zugang leben, ist der Handlungsbedarf bei uns am höchsten. Daher sollte sich der Gemeinderat schnellstmöglich um eine Verbesserung der Lage der Ortschaften ohne Zugang kümmern. Die betroffenen Bürger werden begeistert in die 1. Klasse aufrücken.

Markus Rahm, Hans Pirner,Hackern

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