Briefe an die Redaktion Keine "technischen Meisterwerke"

Zum Artikel "Technische Meisterwerke" in der Ausgabe vom 18. Februar schreibt ein Leser, der eines der drei darin thematisierten Windräder von seinem Wohnzimmer aus beobachten kann:

Bis zu 6000 Haushalte würden mit Strom der drei Windräder bei Arzberg versorgt. Welch eine "geistreiche" Aussage vor mehr oder weniger prominenten SPDlern. Die gleiche Aussagekraft hätte, wenn Autobauer in ihren Prospekten angeben würden: Bis zu 0,0 Liter Treibstoffverbrauch. Nämlich dann, wenn das Auto steht.

Wenn kein Wind weht, werden mit den drei Windrädern null Haushalte versorgt. Bei einer Hochrechnung auf 100 Windräder würden wiederum null Haushalte versorgt werden, weil in dieser Zeit kein Strom von den Windrädern erzeugt wird. Bei Windsäuseln würden vielleicht 10 oder etwas mehr Haushalte versorgt werden.

Außer einer groben Landschaftszerstörung und Geldverschwendung für alle Strombezieher ist von einem "technischen Meisterwerk" nichts festzustellen. Eine technische Meisterleistung hingegen wäre es, wenn mittels Wind und Sonne generierter Strom gespeichert und bedarfsgerecht den Haushalten, den Kommunen und der Industrie zur Verfügung gestellt werden könnte.

Von einem solch technischen Meisterwerk bzw. einer großtechnischen Lösung sind wir aber wohl noch Jahrzehnte entfernt. Festzustellen bleibt, dass hier vonseiten der Windpark-Betreibergesellschaft irreführend informiert wurde.

Peter KodewitzWaldsassen

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