Briefe an die Redaktion Schlimme Folgen durch Giftköder

Durch einen Giftköder starb der vierjährige Kater Wenzel der Familie Brand in Pechbrunn. Bild: hfz
Zum Tod seines Katers Wenzel am Dienstag schreibt ein Leser aus Pechbrunn:

Es ist kein schöner Tod. Nein, es ist wirklich kein Tod, den man jemandem wünschen würde, schon gar nicht einem kleinen Kater, der gerade einmal vier Jahre alt war. Die Rede ist von einer Vergiftung durch ein Ratten- oder Mäusegift, das Cumarin enthält. Zunächst wird das Tier müde und lethargisch, weil die roten Blutkörperchen nicht mehr genügend Sauerstoff in den Körper transportieren können. Durch die gerinnungshemmende Wirkung treten mit Blut versetztes Erbrechen und Durchfall auf, es kommt zu inneren Blutungen. Die Leber wird geschädigt, eine Gelbsucht entsteht, das Tier stirbt. So wie Kater Wenzel starb.

Wir nehmen nicht an, dass ihn jemand absichtlich vergiftet hat. Wahrscheinlich ist, dass er sich eine Maus geschnappt hat, die eben von dem ausgelegten Köder genascht hatte. Vermutlich wissen die entsprechenden Nachbarn in Pechbrunn (Föhrenweg, Mitterteicher Straße, An der Kleewiese) nicht, dass dieses Gift nicht nur die Mäuse reduziert, sondern Schlimmeres anrichten kann.

Wenzel ist gestorben, nachdem er drei Tage lang gekämpft hatte, weil er seine "Pflicht" tat und Mäuse fing. Leider stand auf der letzten Maus nicht: "Vorsicht, enthält Cumarin!" Wenzels unerwarteter und sicher nicht gewollter Tod kann vielleicht Anlass sein, beim Auslegen von Giftködern alle Risiken zu berücksichtigen. Dann ist er nicht ganz umsonst gestorben.

Karl-Heinz BrandPechbrunn

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Giftköder (61)November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.