"Bürger nicht unnötig belasten"
Leserbrief

Zur letzten Sitzung des Wasser-Zweckverbandes der Brudersdorfer Gruppe erreichte uns eine Zuschrift, in der es heißt:

"Der Zustand der Versorgungsleitungen führt in Teilbereichen immer wieder zu Rohrbrüchen, die durch Sofortmaßnahmen zu beheben sind. Dies ist bisher, soweit ich dies beurteilen kann, zu jeder Tag- und Nachtzeit mit geringstmöglichem Kostenaufwand erfolgt. Die bisherigen und folgenden Kosten haben die Verbraucher - außer möglicher Zuwendungen - zu tragen.

Wie in der Sitzung am 17. November 2014 eröffnet, belaufen sich die Verbindlichkeiten zum Ende 2013 auf etwa 111 000 Euro. Ich als Verbraucher frage mich nun, wann will der Zweckverband diese Verbindlichkeiten, die so nehme ich an, nicht erst letztes Jahr angefallen sind, auf die Verbraucher umlegen?

Wenn auch derzeit noch recht günstig, so fallen auch hier Zinsen an, die letztlich der Verbraucher zahlt, obwohl so mancher Geld auf der Bank hat und dafür fast nichts bekommt. Es entsteht somit den Verbrauchern ein finanzieller Schaden, der durch eine zeitnahe Umlage bis auf ein Minimum zu vermeiden wäre. Sollte ein Verbraucher durch andere Investitionen derzeit nicht in der Lage sein, den Betrag aus Ersparnissen zu begleichen, so kann dies mit einem anzugebenden Zinssatz des Zweckverbandes gestundet werden. Dann kann er entscheiden, ob er nicht einen günstigeren Kredit erhält als der Zweckverband.

Bei Maßnahmen in der Gemeinde erfolgt in der Regel eine schriftliche Information der Beteiligten über eine geplante Maßnahme mit einer Ankündigung über ggf. eine oder mehrere Vorauszahlungen. Diese werden je nach Baufortschritt erhoben mit der abschließenden Schlusszahlung. Dies stellt eine für den Bürger nachvollziehbare wirtschaftliche Abwicklung dar. In der Regel sind die Stadt- oder Gemeinderäte bei der Finanzierung einer Maßnahme ja mit Beteiligte.

Da beim Wasserzweckverband nur zwei Verbandsräte als Verbraucher betroffen sind, stellt sich für mich die Frage, ob hier nicht die Interessen einer Bank (oder Banken) durch die Kreditvergabe von der Mehrzahl der Verbandsräte stärker gewichtet werden als die der Verbraucher. Wie in der Sitzung bekanntgegeben, ist eine weitere Kreditaufnahme geplant und von der Aufsichtsbehörde genehmigt. Auch diese Kosten der Kreditaufnahme, verursacht durch eine nicht zeitnahe Umlegung, haben die Verbraucher zu tragen".

Robert SchmidbauerSchmidgaden-Rottendorf

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