Bürostühle: Was richtig ist, hängt von Größe und Gewicht ab
Mit beiden Beinen auf der Erde

Drehen, kippeln und rollen: Mit Bürostühlen lässt sich einiges anstellen. Doch statt beim nächsten Müßiggang aus Langeweile auf dem Stuhl herumzuwackeln, sollten Arbeitnehmer lieber einmal einen Blick unter die Sitzfläche werfen und die verschiedenen Hebel unter die Lupe nehmen.

"Obwohl Büroarbeiter fast den ganzen Tag auf dem Bürostuhl sitzen, haben viele ihn nicht richtig eingestellt", warnt Lars Adolph von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Dabei ist die Verbesserung in diesem Fall wirklich meist nur einen Handgriff entfernt.

Beide Füße auf den Boden: Der wichtigste Tipp für die Einstellung des Bürostuhls ist im wahrsten Sinne des Wortes bodenständig: "Die Füße sollten immer Bodenkontakt haben", rät Adolph. Denn nichts sei für den Rücken anstrengender, als wenn die Beine in der Luft hängen.

Rückenlehne nutzen: Eine Rückenlehne ist nicht nur da, weil sie zu einem Stuhl nun einmal dazu gehört. Sie dient dazu, den Rücken zu entlasten und ihn zu stützen. "Die Rückenlehne sollte daher so eingestellt sein, dass man auch Kontakt zur Lehne hat, wenn man auf dem Bürostuhl sitzt", so Adolph.

Am besten seien Bürostühle, in denen sich die Rückenlehne nach hinten kippen lässt, und der Stuhl mit dem Körper mitgeht, wenn man sich zurücklehnt.

90 Grad:Stehen die Füße auf dem Boden, sollte sich zwischen Waden und Oberschenkeln ein 90-Grad-Winkel bilden. Dann ist die Höhe der Bürostuhls optimal. Dasselbe gilt, wenn für den Abstand zwischen den Unterarmen, die auf der Armliege liegen, sowie den Schultern, die an der Rückenlehne sich abstützen.

Firmen sollten regelmäßig auch den Zustand der Stühle kontrollieren. Oft kostet eine hochwertige Neuanschaffung weniger als viele Chefs glauben. (dpa/aha)
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