Bundesministerium für Wirtschaft und Energie modernisiert zehn Ausbildungsordnungen
Start in perspektivenreiche Zukunft

Die deutsche Wirtschaft ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Mit der dualen Berufsbildung eröffnen sich zunehmend neue Karrierechancen. Damit die duale Ausbildung den sich stets ändernden Anforderungen gerecht wird, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im vergangenen Jahr eine Reihe von Ausbildungsordnungen überarbeitet.

Gemeinsam mit den Sozialpartnern (Arbeitgeber und Gewerkschaften) wurden die Ausbildungs- und Prüfungsinhalte folgender Berufe modernisiert:

Fachkraft für Lebensmitteltechnik,

Fachkraft für Speiseeis,

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker,

Kaufmann für Büromanagement,

Kaufmann für Versicherungen und Finanzen,

Land- und Baumaschinenmechatroniker,

Polsterer,

Süßwarentechnologe,

Zupfinstrumentenmacher,

Zweiradmechatroniker.

Die Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker etwa wurde aufgrund neuer Reparatur- und Diagnosemethoden, neuer Füge- und Verbindungstechniken sowie verschärfter Vorgaben der Schadstoffreduzierung den technologischen Veränderungen angepasst.

Bislang gab es drei Büroberufe: "Kaufleute für Bürokommunikation", "Bürokaufleute" für die gewerbliche Wirtschaft und "Fachangestellte für Bürokommunikation" für den öffentlichen Dienst. Diese sind nun zu einem modernen Beruf "Kaufmann und Kauffrau für Büromanagement" mit derzeit knapp 84 000 Ausbildungsverhältnissen zusammengeführt worden. Dieser größte duale Ausbildungsberuf gibt den Fachkräften durch bereichsübergreifende Qualifizierungen eine größere Flexibilität am Arbeitsmarkt. Passgenaue Wahlqualifikationen decken die spezifischen Büroaufgaben von Unternehmen und Behörden ab.

Bei der Ausbildung in der Land- und Baumaschinenmechatronik wurden Prüfungszeiten und -instrumente optimiert. Künftig ist die zeitliche Beanspruchung hauptamtlicher Meister und Fachkräfte dieses Bereichs geringer. Hierdurch erhofft sich das BMWi, wieder mehr junge Praktiker für die Prüfungsausschüsse zu gewinnen.

Potenziale zu erkennen und technologische Entwicklungen zeitnah umzusetzen, ist eine der zentralen Herausforderungen für die Berufsbildungspolitik. Moderne Ausbildungsordnungen sind unverzichtbar, um die Attraktivität der dualen Ausbildung zu erhöhen. Nur so kann der Produktions- und Technologiestandort Deutschland gestärkt werden.
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