Chance von Menschen für die Menschen
Keine einfache Lösung der komplexen Lage

Zur Flüchtlingsproblematik:

Menschen geben Menschen eine Chance! Die Flüchtlingsströme nach Europa bewegen die Menschen und sind ein ständig präsentes Thema in allen Medien, ein Thema das längst auch die Stammtische erobert hat.

Häufiger beobachtete ich nun den einen oder anderen, der eher mehr als weniger reißerisch und mit platten Sprüchen nur Schwierigkeiten beschreibt, die sich aus naturgemäß jeder Migrationswelle ergeben. Dabei werden angeblich einfache Schwarz-Weiß-Lösungen kommuniziert. "Man muss die alle" ist der häufig gebrauchte Eingangs-Tenor jeder weiterführenden Bemerkung. Wer denn mit allen "was" genau machen und "wie" das in der praktischen Umsetzung denn funktionieren sollte, wird nicht zu Ende gedacht, sonst würde die Unmöglichkeit solcher Parolen erkannt! Ebenso wenig werden Ursachen der Massenfluchten inhaltlich diskutiert.

Sich daneben am Stammtisch noch von einem langjährigen Wirt, der selbst Ausländer ist, gleichzeitig bedienen zu lassen und die Möglichkeit erfolgreicher Integration von Migranten dabei kompromisslos abzulehnen, wird nicht einmal als Widerspruch empfunden.

"Aus denen wird doch gar nichts werden", hörte ich dazu auch von Menschen, deren eigener Lebensweg durchaus nicht immer gerade war. Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt und einfache Lösungen gibt es nicht bei komplexen Lagen.

Doch die millionenfach positiven Beispiele im Rahmen der Wiedervereinigung, die Aufnahme Deutschstämmiger und ihrer Familien aus dem ehemaligen Ostblock und bei der fortlaufend faktischen Immigration aus vielen Ländern der Welt sollten zeigen, dass pauschale Ablehnung wenig klug, dafür aber selbst disqualifizierend ist. Menschen sollten Menschen eine Chance geben!

Hans-Peter Klinger, 92224 Amberg

"C" als politische Verpflichtung

Unsere Kanzlerin, wahrlich oft genug perspektivlos und zu wenig richtungsweisend gescholten, und sicherlich nicht dafür bekannt, das "C" im Emblem ihrer Partei demonstrativ vor sich her zu tragen, zeigt ganz klare Kante. Sie verbindet unübersehbar ihre politische Arbeit mit dem christlichen Begriff Barmherzigkeit, mit Hilfsbereitschaft und herzlicher Hinwendung. Bisher eher als Pragmatikerin bekannt, zögert sie nicht, auch ihre politische Zukunft mit der Lösung der europäischen Flüchtlingsfrage zu verbinden. Gleichzeitig straft sie alle die der Lüge, die ihr vorhalten, die Brisanz und das nahezu unkalkulierbare Risiko des Flüchtlingsstromes nicht zu sehen und keine angemessenen Entscheidungen zu treffen.

Mir scheint das christlich verantwortete Politik. Man kann unserer Kanzlerin und uns allen nur wünschen, dass viele qualifizierte Mutmacher ihr nahestehen, um die vor allem von der bayrischen Schwesterpartei betriebenen Angriffe zu bestehen. Sie zeigt Mut und entschlossene Verantwortung, bei allen berechtigten Zweifeln am Erfolg. Grandiose Erfolge werden nicht von Bedenkenträgern und fragwürdigen Zweiflern erreicht. Manchmal gehört auch etwas unsinniger Mut und eine Besinnung auf die Inhalte und den Grundwert des im Parteinamen geführten "C" dazu. Dieses "C" verpflichtet und sollt nicht als pervertierte Verantwortung missbraucht werden. Ein Mut schöpfendes Gebet kann für einen politischen Mandatsträger nicht schaden. "Mit Gottes Hilfe gehen wir es an": Hier liegen doch die Grundwerte dieser Partei.

Bernhard Franzen, 92648 Vohenstrauß

"Selbstmord"

Deutschland, das Land der Wunder, das Land, in dem Geschichten und Fabeln wahr werden. Alles erinnert an das Mädchen, das mit einem Becherchen an das Meeresufer ging, um das Meer auszuschöpfen. Deutschland ist das erste Land in der Geschichte der Menschheit, dessen gewählte Vertreter, mit Jubel auf den Lippen das Land der Vernichtung preisgeben. Sie rufen ekstatisch: "Kommet alle zu uns, wir geben euch Wonne und Labsal", bevor sie sich mit einem Seufzen zum Sterben hinlegen. Prediger dieser Selbstaufgabe sind die Journalisten, die die Politiker auf Teufel komm raus unterstützen. Das Volk selbst ist damit ganz und gar nicht glücklich und damit weit entfernt von diesem "begeisterten Selbstmord".

Die für unsere Sicherheit zuständigen Organe haben offensichtlich schon aufgegeben, unsere Sicherheit auch an den Grenzen zu gewährleisten. Grund dafür dürfte sein, dass alles Denken nur in eine Richtung gehen darf. Wenn man nicht als "Rechter" eingestuft werden will, hat man seinen Mund zu halten und abzuwarten, bis alles in die Binsen geht.

Barbara Blöderl, 92726 Waidhaus

Ausländerrecht leider nicht reformiert

Wir alle kennen die Ursachen, die Herkunftsländer und bemitleiden jene vielen Kriegs- und Armutsflüchtlinge, die in großer Zahl über die offenen Grenzen nach unmenschlichen Strapazen ihr "Wunschland" Deutschland erreicht haben.

Fast unzählbar strömen die Massen aus fremden Kulturkreisen in unser christliches Abendland, und jene beklagenswerten Menschen werden mit "Refugees Welcome" bejubelt. In einer Art "Blut-Schweiß-Tränen-Rede" wagt es nun auch unser Bundespräsident, die Bürgern darauf hinzuweisen: "Leute zieht euch warm an und macht euch auch auf Konflikte gefasst." Es kann doch nicht sein, dass nach dem geltenden Asylrecht überall in der Welt jeder Mensch, dem es in seinen heimatlichen Verhältnissen nicht mehr gefällt, nach seinem Gusto als Asylant in Deutschland einwandern kann.

Leider blieb eine notwendigen Reform des Ausländerrechts seit Jahrzehnten immer nur ein Lippenbekenntnis.

Max Tröster, 92242 Hirschau
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