Da "gibt es nichts zu renaturieren"

Zur geplanten Renaturierung des Ammerbachs:

Seit über 50 Jahren ist mir das Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes bestens bekannt. Ich habe dort einen Großteil meiner Jugend verbracht und mir ist diese Naturlandschaft ans Herz gewachsen. Ich kenne das Gelände wie meine Westentasche und natürlich auch den betroffenen Bachverlauf.

Der jetzige Verlauf des Baches - alles andere als ein künstlicher Kanal - bis hin zur ehemaligen Rammertshofermühle ist vollständig in die Natur eingebettet und stellt aus meiner Sicht ein wertvolles und schützenswertes Biotop dar, das keinesfalls verändert werden sollte. Es beherbergt einen wertvollen Bestand an Fischen, Krebsen und seltenen Vögeln, selbst der seltene Eisvogel und die Wasseramsel können hier ganzjährig beobachtet werden. An diesem Bachabschnitt, umsäumt von uralten Krüppelweiden, Erlen, Pappeln und dichten Hecken, gibt es wirklich nichts zu renaturieren. Er ist Natur pur. Die Verlegung des Bachverlaufes in sein altes Bett (wie vor dem 16. Jahrhundert!) würde dieses wertvolle Biotop zerstören. Bis sich im neuen Bach derartige natürliche Verhältnisse einstellen, werden Jahrzehnte vergehen.

Ich empfehle den politisch Verantwortlichen, den Bachverlauf vor Ort persönlich zu besichtigen um sich ein Bild davon zu machen, was durch diese Maßnahme zerstört werden soll. Das dafür verwendete Geld wird kontraproduktiv ausgegeben und sollte besser für den Erhalt weiterer wertvoller Biotope auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Verwendung finden.

Klaus Hammer, Amberg
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