Das Abholzen

Zum Artikel "Bäume fällen für den Windpark" vom 30. Januar schreibt eine Leserin:

"Eilantrag", "Sofortvollzug" - jemandem kann es da offenbar gar nicht schnell genug gehen, diesen Wald abzuholzen. Über 26 000 Quadratmeter Wald werden also nun schleunigst gerodet, um fünf Windrädern Raum zu geben.

Da beginnt man sich als Laie zu fragen: Wie genau ist hier eigentlich die Umweltbilanz? Wie viel Sauerstoff hätten 26 000 Quadratmeter Wald in beispielsweise 20 Jahren produziert? Wie viel Kohlendioxyd hätten sie gebunden? Und wie positiv wirken sich fünf Windräder aus, für deren Erstellung nun eine Waldfläche in dieser Größenordnung gerodet und vermutlich versiegelt wird?

Man mag den erneuerbaren Energien gegenüber so positiv eingestellt sein wie man will: Ein schlechter Beigeschmack lässt sich bei diesem Projekt nicht verleugnen. Wem tut man mit dieser Aktion jetzt etwas Gutes: Dem Naturschutz? Dem Klimaschutz? Der Bevölkerung? Oder doch nur den Investoren?

Nicole Merbald, 92637 Weiden
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