Das beste Pferd im Opel-Stall

Als praktischer Allrounder präsentiert sich der fünftürige Corsa (Bild), während sein dreitüriger Bruder in die Rolle des stylischen Sportlers schlüpfen darf. Bild: bz

Mit Mokka und Adam hat Opel bereits echte Marken-Lokomotiven. Jetzt lockt der neue Corsa und flirtet dabei vor allem mit der Polo-Kundschaft. Ob's reicht, dem Platzhirsch das Revier streitig zu machen?

Nach 32 Jahren stellen die Rüsselsheimer jetzt die fünfte Generation ihres Bestsellers vor. Jeder vierte Opel-Kunde greift zum kleinen Corsa, der mit dem peppigen Adam und dem erst noch folgenden Karl einmal das Kleinwagen-Segment aufmischen soll. Bisher hat der ewige Konkurrent aus Wolfsburg hier die Nase vorn. Doch der City-Flitzer mit dem Blitz hat das Zeug zum Rollentausch.

Die Front ist breiter und flacher geworden, der Grill tiefer positioniert. Die typische Design-Sichel in der Seitenansicht verleiht dem Corsa eine coupéhafte Silhouette. Hinten fallen vor allem die horizontalen Rücklichter und der angedeutete Spoiler ins Auge. Optisch wirkt das alles deutlich kräftiger und maskuliner als beim Vorgänger.

Natürlich ist der Corsa in Länge und Breite gewachsen, dafür aber in der Höhe etwas geschrumpft. Dynamischer ist der Auftritt allemal. Die Passagiere finden zwar wegen des gleich gebliebenen Radstands nicht unbedingt mehr Platz, dafür aber eine ausgesprochen wohnliche Atmosphäre. Da breitet sich jetzt eine richtige Armaturentafel aus, die bis in die Seitentüren zu fließen scheint. Elegant und aufgeräumt schaut das aus, zumal die verwendeten Materialien jetzt deutlich hochwertiger sind.

Komplett erneuert haben die Opelaner das Fahrwerk, außerdem den Schwerpunkt um ein paar Millimeter abgesenkt und dem Kleinen eine geschwindigkeitsabhängige Lenkung spendiert. Das sorgt für ein agileres Verhalten und einen geradezu stoischen Geradeauslauf.

Mit fünf Otto- und zwei Dieselmotoren feiert der neue Corsa ab Januar Verkaufseinstand. Große Stücke halten die Rüsselsheimer von ihrem neuen Einliter-Turbo. Der Dreizylinder, dem eine Ausgleichswelle das Dröhnen abgewöhnen soll, läuft ausgesprochen kultiviert und hat sich die ersten Meriten schon im Adam verdient.

Der Corsa glänzt (weitgehend gegen Aufpreis) mit jeder Menge Assistenten. Die erkennen Verkehrsschilder, halten die Spur, warnen vor einer möglichen Kollision oder dem toten Winkel, sie parken automatisch ein, schauen nach vorne und zurück und leuchten Kurven aus. Vordersitze, Lenkrad und Windschutzscheibe sind beheizbar. Das gibt es alles längst, nur nicht unbedingt in der Kleinwagenklasse.

Für die Smartphone-Generation interessant ist Intellilink, eine ausgesprochen kostengünstige Navigationsvariante, mit der auch schon der Adam glänzt
Weitere Beiträge zu den Themen: Opel (30)Auto und Verkehr (451)Opel Corsa (7)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.