Das ganze Jahr für Äpfel ackern

Es leuchtet rot zwischen den grünen Blättern: Die Äpfel sind reif. Im Herbst ist Erntezeit. Viele Menschen kümmern sich unter dem Jahr nicht besonders um ihren Apfelbaum. Aber einige Leute tun fast nichts anderes am Tag. Manchmal arbeiten sie sogar nachts.

Er hat nicht nur einen Apfelbaum im Garten. Sondern Tausende. Dirk Quast ist von Beruf Obstbauer. Er lebt in einem kleinen Ort in der Nähe von Hamburg. Auf den Wiesen hinter seinem Haus wächst ein Apfelbaum neben dem anderen. Die Fläche ist etwa so groß wie 40 Fußballfelder.

Gerade jetzt hängen die Äste voller frischer Äpfel. "Sie sind so weit, dass sie gepflückt werden können", sagt Dirk Quast. Es ist Erntezeit. Einige hunderttausend Äpfel sind reif. Sie warten alle darauf, vom Baum geholt zu werden.

Vorsichtig pflücken

"Das ist viel Arbeit, denn die Äpfel müssen mit der Hand gepflückt werden und zwar so vorsichtig, dass der Stiel nicht abreißt", erklärt der Obstbauer. "Sonst hätte der Apfel eine offene Stelle, als wäre er verletzt, dann fault er schneller." Das soll nicht sein. Denn der Obstbauer will seine Äpfel später an Supermärkte verkaufen.

Dass die Äpfel so üppig am Ast hängen, ist nicht selbstverständlich. Dirk Quast muss sich als Obstbauer fast das ganze Jahr über um seine Apfelbäume kümmern. Und er muss einige Tricks der Natur kennen. Dirk Quast ist ein Bio-Apfelbauer. Er benutzt keine künstlich hergestellten Stoffe oder Düngemittel, um seine Bäume und Früchte vor Krankheiten oder Schädlingen zu schützen. "Ich habe andere Methoden, wenn ich zum Beispiel verhindern will, dass Würmer in die Äpfel kommen", sagt er.

Der Obstbauer befestigt dafür an seinen Bäumen im Sommer kleine, braune Plastikteile. Daraus strömt ein besonderer Geruch. Menschen können ihn nicht riechen - aber bestimmte Insekten. "Der Geruch sorgt dafür, dass die Männchen verwirrt werden", sagt Quast. "Sie finden wegen des Dufts kein Weibchen." Deshalb legen die Insekten keine Eier in den Äpfeln ab. Und so können auch keine Würmer aus Eiern schlüpfen und sich durch die Äpfel futtern.

Nicht immer gleich

Aber egal, wie gut Dirk Quast seine Apfelbäume pflegt: Am Ende ist es auch etwas Glückssache, wie viele gesunde Äpfel im Herbst an seinen Bäumen hängen. "Die Natur lässt sich nicht völlig steuern, die Ernte ist nicht immer gleich", sagt er. (dpa)
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