Das hat kein Kind gemalt

Auf den ersten Blick denkt man: Hmm, was könnte das denn sein? Denn der Künstler Joan Miró malte die Dinge nicht so, wie sie sind. Seine Bilder haben einen ganz eigenen Stil.

Das sieht ja aus wie von einem Kleinkind gemalt. Und was soll das Bild überhaupt darstellen? Einen Vogel und Sterne. Na ja. Es könnte auch ein Vulkan sein, aus dem Rauch aufsteigt. Gar nicht so leicht zu erkennen. Der Künstler dieses Bildes hieß Joan Miró. Er kam aus dem Land Spanien.

Zuerst "normal" gemalt

Genau diese Art zu malen, hat Miró sehr berühmt gemacht. Aber wie kommt man auf die Idee, etwas so darzustellen? Vor allem, wenn man es anders kann - nämlich Dinge so malen, wie sie aussehen. Gegenständlich nennt man das. So waren Mirós Werke anfangs auch.

Aber dann ging er als junger Mann nach Frankreich, Dort lebten und arbeiteten zu dieser Zeit, vor rund 100 Jahren, viele Künstler. Durch einige von ihnen lernte Miró eine andere Art zu malen kennen.

Das fand er spannend. Davon angeregt entwickelte er nach und nach seinen eigenen Stil. So sind bei seinen berühmtesten Werken die Dinge nicht auf den ersten Blick erkennbar. "Abstrakt" heißt das in der Kunst-Sprache. Sie sehen eben ein bisschen nach Kinderbildern aus.

Ganz genau geplant

"Miró malte so, weil er das Gefühl hatte: Wenn ich es so mache, ist es wirklich ursprünglich", erklärt eine Kunst-Expertin, die sich besonders gut mit Bildern aus seiner Zeit auskennt. Der Künstler wollte also möglichst einfach und schlicht malen. Mirós Werke sehen zwar unglaublich einfach aus. Aber dahinter stecken viele Gedanken und eine sehr genaue Planung. So brachte Miró den Vogel und die Sterne sicher nicht irgendwie auf die Leinwand. Er fing also nicht an und malte drauflos. Sondern er überlegte sich vorher in Ruhe: Wo kommt was hin? Dann arbeitete er lange daran. Damit es am Ende so wirkte, wie er es wollte.

So wenig die Dinge auf vielen seiner Werke auch erkennbar sind - so haben sie doch Vorbilder aus der Wirklichkeit. Miró dachte sich also nicht einfach irgendwelche Fantasie-Motive aus. Viel Fantasie brauchte er für seine Bilder aber natürlich doch.
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