Datenschutz für Verbrechen

Zum Bericht "Schießen aus Frust und Lust":

Da schießt ein wild gewordener, frustrierter Lkw-Fahrer wahllos auf Lastwagen. Klingt es beinahe naiv, wenn er behauptet, dass er nie jemand umbringen oder verletzen wollte, so ist es für mich schlicht pervers, wenn sein Advokat Freispruch mit der Begründung verlangt, dass die Polizei mit Spezialgeräten Autokennzeichen erfasst habe (was schließlich zum Erfolg führte). Unser allumfassender "Datenschutz" verbietet es den Ermittlern, das leistungsfähige Mautsystem unserer Autobahnen zu nutzen. Nun will dieser pfiffige Anwalt einen Freispruch für seinen Mandanten herausschinden. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: Nicht etwa, weil der Angeklagte unschuldig sei, sondern weil - seiner Meinung nach - die polizeilichen Ermittlungsmethoden unrechtmäßig seien! Datenschutz als Verbrecherschutz? Eine grausige Vorstellung.

Erich Wein, 92224 Amberg
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