Den Wintergarten richtig planen
Mehr als ein Glashaus

Ein Wintergarten kann als unbeheizter Glasanbau, leicht temperierter Überwinterungsort für empfindliche Pflanzen oder sogar als ganzjährig genutzter Wohnraum dienen. "Architektonisch betrachtet sollte ein Wintergarten vor allem zum Haus passen", sagt der Architekt und Fachbuchautor Johannes Kottjé.

Nutzung klären

"Bauherren sollten sich bereits bei der Planung genau überlegen, wofür der Wintergarten genutzt wird", rät Steffen Spenke, Vorsitzender des Bundesverbands Wintergarten in Berlin. Aufgrund seiner exponierten Lage zwischen drinnen und draußen und den Anforderungen an den verwendeten Baustoff könnten Planungsfehler und eine falsche Nutzung sonst zu erheblichen Bauschäden führen.

Üblicherweise verwenden Architekten und Handwerker für den Bau eines Wintergartens Aluminium, Holz und Kunststoff. "Welches Material oder welcher Materialmix zum Tragen kommt, hängt aber von den statischen Anforderungen ab, ebenso von den verfügbaren finanziellen Mitteln", sagt Spenke. Auch die Qualität des Glases habe eine zentrale Bedeutung. Im besten Fall kann es starke Wärmeverluste in der Heizperiode und eine Überhitzung durch Sonneneinstrahlung mindern.

Ist der Bau jedoch komplett aus Glas, kann es darin im Sommer ohne Beschattung sher heiß werden. "Bereits an einem normalen Sonnentag kann die Raumtemperatur auf über 35 Grad Celsius steigen", sagt Gerhard Rommel vom Bundesverband Rollladen und Sonnenschutz in Bonn. Am besten helfe dann ein außen angebrachter Sonnenschutz. Markisen blockten die Sonnenstrahlung schon vor der Glasfront ab. Temperatursensoren im Innenraum sorgten außerdem dafür, dass die Markise erst ausgefahren wird, wenn der Raum die gewünschte Temperatur erreicht hat. Auf diese Weise lasse sich im Frühjahr und Herbst Heizenergie sparen. (dpa/tmn)
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