Depression im Job nicht verheimlichen
Berufspraxis

Weinheim.(dpa/tmn) Sind Arbeitnehmer wegen einer Depression krankgeschrieben, vertuschen sie gerne die wahre Diagnose. Wer offen über seine Erkrankung oder einen Klinikaufenthalt spricht, hat aber einen leichteren Wiedereinstieg und gibt dem Chef Orientierung. "Wichtig ist auch, den Arbeitgeber rechtzeitig darüber zu informieren, dass ich voraussichtlich zwei oder drei Monate fehlen werde", rät Psychotherapeut Hans-Peter Unger.

Wichtiger als die Diagnose sind für den Vorgesetzten außerdem Infos wie: Was bedeutet die Krankheit denn für die Arbeitsfähigkeit? So muss der Chef nicht rätseln, ob der betroffene Mitarbeiter überhaupt noch seinen Job machen kann.

Unpassend gekleidet

Flein.(dpa) Hat man das Gefühl, ein Kollege kleidet sich unpassend, ist Ansprechen nicht zwangsläufig ratsam. "Was ich als nicht angemessen empfinde, empfindet der Kollege womöglich als genau richtig", warnt Karrierecoach Carolin Lüdemann. Den Chef ins Boot zu holen, wäre ungeschickt. "Entweder er sieht die Notwendigkeit von alleine und spricht das Ganze an - oder nicht."

Kein Nickerchen nach Frühschicht

Regensburg.(dpa/tmn) Wer um 4 oder 5 Uhr mit der Arbeit begonnen hat, legt sich am Nachmittag gerne hin. Besser ist jedoch, auf das Nickerchen zu verzichten und wach zu bleiben, sagt der Schlafforscher Prof. Jürgen Zulley. Zwingen Arbeitnehmer sich dazu, finden sie abends häufig besser in den Schlaf.

Wer mit Schlafstörungen zu kämpfen hat, sollte außerdem darauf achten, dass er im Bett weder arbeitet noch fernsieht oder isst. Wer darauf verzichtet, kann eher abschalten und findet zur Ruhe. Dem Körper wird bereits mit dem Gang ins Schlafzimmer signalisiert, dass nun Schlafenszeit ist.
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