Der Job über den Wolken

Ohne sein Bäuchlein soll Pumuckl jetzt flotter aussehen. Bild: Jan Saße/ Kosmos Verlag/dpa

Bei ihrer Arbeit ist Roxana Rosenlöcher Tausende Meter über dem Boden. Trotzdem muss sie nicht schwindelfrei sein. Dafür aber topfit und immer freundlich. Die 35-Jährige arbeitet als Flugbegleiterin und bringt Urlauber sicher zum Ziel.

"An Bord ist man die ganze Zeit auf den Beinen", sagt Roxana Rosenlöcher. "Außerdem muss man ständig aufmerksam sein, kann nicht mal kurz zwischendurch abschalten."

Seit elf Jahren fliegt die Frau aus Berlin kreuz und quer durch Europa und kümmert sich um Fluggäste: Sie serviert Getränke und Essen, beantwortet Fragen und hilft mit dem Hand-Gepäck. "Unsere wichtigste Aufgabe ist es aber, für Sicherheit an Bord zu sorgen", erklärt Roxana Rosenlöcher.

Verhalten beim Notfall

Das bedeutet beispielsweise: Sie kontrolliert vor dem Start, ob die Gepäckfächer richtig geschlossen und alle Passagiere angeschnallt sind. Außerdem erklärt die Flugbegleiterin, wie man sich bei einem Notfall an Bord verhält. Für ihre Aufgaben hat Roxana Rosenlöcher bei ihrer Flug-Gesellschaft besonderen Unterricht bekommen. So trainierte sie beispielsweise in Rollenspielen, mit verschiedenen Passagieren klarzukommen. "Natürlich sind auch mal schwierige Gäste dabei, die schon mit schlechter Laune an Bord kommen. Aber ich habe bisher zum Glück jeden besänftigen können."

Wie man mit Gästen umgeht - damit kannte sich Roxana Rosenlöcher schon vor ihrer Zeit als Flugbegleiterin gut aus. "Ich habe vorher eine Ausbildung zur Hotel-Fachfrau gemacht. Denn ich mag die Arbeit mit Gästen sehr. Aber im Hotel war es mir irgendwann zu langweilig. Fliegen ist viel spannender."

Anstrengender Beruf

Bei ihrer Flug-Gesellschaft muss man eine fertige Berufs-Ausbildung haben, wenn man sich bewirbt. Sonst kann man dort nicht Flugbegleiter werden. Das ist so geregelt, damit man später wieder in einen anderen Beruf zurückkehren kann. Denn die Arbeit an Bord machen viele Leute nur einige Jahre, weil sie recht anstrengend ist.

Besonders anstrengend war für Roxana Rosenlöcher ihr erster Flug. An den erinnert sie sich noch gut. "Ich war sooo nervös und habe prompt einer Passagierin Kaffee über die Kleidung geschüttet. Das war sehr peinlich", erzählt sie. Danach ist ihr so etwas nie wieder passiert. Inzwischen hat sie alles im Griff - Tausende Meter über dem Boden. (dpa)
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