Der neue Hyundai i10 wetteifert mit dem VW up! - Viel Feinarbeit am Fahrwerk
Mehr als nur Mini aus Fernost

Für besonders umweltbewusste Käufer bietet Hyundai den Dreizylinder-i10 "blue" an. Für 11 820 Euro hat der Koreaner dann zusätzlich zur "Trend"-Ausstattung eine Start-Stopp-Automatik, die den Durchschnittsverbrauch auf 4,6 Liter und den CO2-Ausstoß auf 106 Gramm pro Kilometer drückt. Bild: Hyundai

Nur fünf Jahre nach dem Marktstart präsentiert Hyundai für seinen Kleinstwagen i10 ein Nachfolgemodell mit großen Ambitionen: Es soll trotz weiterhin recht knapp geschneiderter Karosserie in das nächsthöhere Segment vorstoßen.

Diesen Sprung dokumentiert das Design des neuen i10 bereits auf den ersten Blick. Der Neue hat, obwohl nur acht Zentimeter länger, deutlich an Statur gewonnen und kommt nun nicht mehr als Mini mit Fernost-Appeal daher. Gezeichnet und entwickelt hat den Wagen ein Team im europäischen Design-Center von Hyundai und Kia in Rüsselsheim. Der Einstiegspreis liegt bei 9950 Euro.

Respektables Angebot

Aus gerade mal sechs Zentimetern mehr Innenbreite und einem halben Zentimeter mehr Radstand schufen die Ingenieure ein für diese Klasse respektables Platzangebot. Die Rücksitze bieten Passagieren auf Kurzstrecken passable Beinfreiheit. Fahrer und Beifahrer sitzen ohnehin gut.

Insgesamt hinterlässt der Innenraum des Fronttrieblers einen hochwertigen Eindruck. Mit einem Kofferraumvolumen von 252 Litern übertrifft der i10 den VW up um einen Liter, und auch die übrigen Raumverhältnisse der beiden Klassen-Kontrahenten sind praktisch gleich.

Mit viel Feinarbeit am Fahrwerk haben die Rüsselsheimer Entwickler dafür gesorgt, dass sich der Neue nicht mehr nur nach Fortbewegungsmittel anfühlt, sondern dank verbesserter Lenkpräzision durchaus Fahrspaß bereitet. Die Motoren sind allerdings noch alte Bekannte. Basistriebwerk ist der Einliter-Dreizylindermotor, dem Hyundai mittlerweile eine brauchbare Laufkultur anerzogen hat und der sich durchaus nicht nach bescheidener Einstiegsmotorisierung anhört.
Mit 67 PS bewegt er den Viertürer im Stadtverkehr passabel vorwärts, wenn man fleißiges Schalten und höhere Drehzahlen nicht scheut. Spürbar zügiger geht es mit dem 1,2-Liter-Vierzylinder mit 87 PS zur Sache. Auch in der Ausstattung orientiert sich der i10 nach oben. Neben sechs Airbags zählt auch ESP zur Grundausstattung, ebenso Zentralverriegelung und Bordcomputer. Bei 9950 Euro startet das Modell mit dem Dreizylinder-Triebwerk, und der Kunde hat bei den Farben die Auswahl zwischen Weiß und einem Grauton mit der interessanten Bezeichnung "Baby Elephant". Für einen Tausender mehr gibt es die "Classic"-Ausstattung mit Audiosystem und Klimaanlage. Auf diesem Niveau baut die Ausstattungs-Linie "Trend", unter anderem mit Heizung in Lenkrad und
Vordersitzen, für weitere 670 Euro auf. Wer für 12 120 Euro die 1,2-Liter-Version erwirbt, hat die Trend-Ausstattung gleich mit an Bord, und für 12 980 Euro erhält der Kunde die Top-Ausstattung "Style".

Automatik gegen Aufpreis

Theoretisch gibt es ab der "Trend"-Ausstattungsstufe gegen weitere 1000 Euro Aufpreis eine Vierstufen-Automatik für beide Motorversionen. Praktisch ist diese aber nur in Verbindung mit dem durchzugskräftigeren Vierzylinder empfehlenswert. (mid)




Nur fünf Jahre nach dem Marktstart präsentiert Hyundai für seinen Kleinstwagen i10 ein Nachfolgemodell mit großen Ambitionen: Es soll trotz weiterhin recht knapp geschneiderter Karosserie in das nächsthöhere Segment vorstoßen. Bilder: Hyundai



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