"Der Stadtrat hatte dagegen keine Chance"

Zum Leserbrief von Stephan Erfurt:

Nach 30 Jahren als Pächter meiner Tankstelle kann ich die Aussagen von Andreas Raab und Stefan Erfurt nur unterstützen. Was die Entwicklung der Innenstadt betrifft, waren die letzten zehn Jahre verlorene Jahre. Dies nun an der Untätigkeit des Alt-OB festzumachen, trifft wohl den Nagel auf den Kopf. Wer seine Prinzipien über das Wohl einer ganzen Stadt stellt, hat sich verrannt. Der Stadtrat hatte dagegen keine Chance.

Man kann es sich als Amberger für die Innenstadt nur wünschen, dass der neue OB und der Stadtrat nun die einmalige Option und das Gelände des Bürgerspittals zur Belebung der Innenstadt nutzen. Was nützen die schönsten Gutachten, wenn deren Ergebnis völlig im Gegensatz zu dem propagierten Ziel, der Belebung der Altstadt, steht.

Einen Tod muss man sterben. Entweder man schafft endlich Parkraum im Zentrum mit der Folge, dass mehr Verkehr und Kunden in die Stadt fahren, oder die Innenstadt stirbt durch die Verlagerung von Geschäften, Arztpraxen und anderen Einrichtungen an den Stadtrand noch weiter aus. Ich wünsche dem neuen OB und dem Stadtrat den Mut, endlich einmal einen Weg zu gehen, der ausschließlich auf den Handel und den Unternehmern ausgerichtet ist: Baut ein Parkhaus ähnlich wie auf der Kräuterwiese am Bürgerspitalgelände mit Ein- und Ausfahrt über die Bahnhofstraße. Dazu gehört ein elektronisches Hinweisschild an den Ringstraßen am Bahnhof, wie viele Parkplätze dort frei sind. Gleichzeitig kann man auch das Parkhaus am Multifunktionsplatz in Angriff nehmen. Beide Parkhäuser wären ein starkes Signal auch über die Stadtgrenzen hinaus. Die Gewerbesteuer würde langfristig diese Investitionen tilgen.

Willy Moebius, Amberg
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