Der Steckdosen-Passat

Fahrspaß auf Knopfdruck: Im GTE-Modus sprintet die Hybrid-Variante des VW Passat in 7,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Bild: VW

Der Plug-in-Hybrid ist bei Volkswagen in der gehobenen Mittelklasse angekommen. Mit dem neuen Passat GTE motorisiert VW seinen Reisewagen mit einem zukunftsfähigen und technisch ausgereiften Antrieb. Und da spielt auch das Smartphone eine Rolle.

Wer in den neuen Passat GTE einsteigt, betritt keine futuristische Nische mehr, sondern die Alltagswelt der Volumen-Fahrzeuge. Das lautlose rein elektrische Anfahren dürfte bald an Seltenheitswert verlieren. Die VW-Prognose geht bis 2022 mit 3,3 Millionen Fahrzeugen mit Steckdosen-Anschluss.

Die rein elektrische Reichweite beträgt immerhin 50 Kilometer, auch die rein elektrische Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h lässt nur noch wenige Wünsche offen. Bei der Systemleistung von 218 PS werden mit Hilfe des Verbrennungsmotors 225 km/h erreicht. Komplett aufgeladen und vollgetankt überwindet der Passat GTE eine Distanz von 1100 Kilometern. Das entspricht einer Fahrt von Amsterdam nach Paris und wieder zurück ohne Tankstopp.

Der neue Volkswagen beginnt die Fahrt unter normalen Betriebsbedingungen stets rein elektrisch und damit emissionsfrei. Dieser "E-Mode" kann auch auf Knopfdruck aktiviert werden. Das sportliche Kontrastprogramm bietet der per Tastendruck abrufbare "GTE"-Modus, in dem der Passat die maximale Systemleistung zur Verfügung stellt. Verschiedenste Parameter wie die Gaspedal- und Lenkungskennlinien sind zudem agiler ausgelegt. Der 1,4 Liter große Turbobenziner steuert 156 PS bei. So beschleunigt der serienmäßig mit einem eigens entwickelten 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ausgestattete Passat GTE in 7,4 Sekunden auf 100 km/h.

Im Bereich des automatisierten Fahrens ist der Passat GTE ganz auf der aktuellen technischen Höhe: Per Smartphone-App lässt sich das Fahrzeug in entsprechend ausgerüsteten Garagen parken und sogar automatisch zur Ladestation steuern. Wer viel Zeit hat, nutzt die Induktionsaufladung ganz ohne Kabel von unten. Wenn es schnell gehen soll, greifen automatisch Roboterarme von Kuka zum schweren Stromkabel und laden die Batterie an der heimischen Wallbox in weniger als einer halben Stunde zu 80 Prozent auf. Ganz billig ist der Passat mit Plug-in-Hybrid indes nicht: Die Limousine kostet ab 44 250 Euro, der Variant 1000 Euro mehr. (mid)
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