Der Wald- und Wiesen-Passat

Allrad kann Deutschlands beliebtestes Dienstfahrzeug schon. Jetzt geht der Passat auch über Stock und Stein. Alltrack macht aus dem Variant eine Wald- und Wiesen-Variante.

Wer die englische Bezeichnung ein bisschen eindeutscht, findet auch gleich eine besondere Eigenschaft des Wolfsburgers: Dreck macht dem nichts aus. Ganz im Gegenteil. Der wühlt sich auch durch Schlammpassagen. Das ist zwar nicht die originäre Fortbewegung des Allraders, aber für all jene von Vorteil, die schnell mal abseits befestigter Straßen ihr Ziel finden müssen.

Da wird der Alltrack zum Lückenfüller und beansprucht die Nische, die sich zwischen einem "normalen" 4motion und einem SUV auftut. Dass er da hinein gehört, zeigt der Passat schon optisch. Stoßfänger und Unterfahrschutz, breite Schweller und robuste Radläufe reihen ihn eher unter die Rubrik Geländegänger ein.

Freilich wird raues Terrain eher die Ausnahme bleiben, aber der Outdoor-VW ist gut gerüstet. Vergessen wir Wattiefe und Böschungswinkel: Drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit reichen für ausgefahrene Waldwege allemal. Dazu kommen die Segnungen einer Haldex-Kupplung der neuesten Generation. Die macht aus dem Fronttriebler-Normalo in Sekundenbruchteilen einen waschechten Allrader. Im Verein mit den integrierten elektronischen Differenzialsperren meistert der Familien-Kombi viel Ungemach. Der Alltrack verfügt auch wie sein kleinerer Golf-Bruder serienmäßig über verschiedene Fahrprofile. Da kann der Fahrer von "Eco" über "Sportlich" bis "Individual" ganz nach Gusto per Knopfdruck wählen. Im Kombination mit dem adaptiven Fahrwerk wird das System beim Gelände-Passat um den "Offroad"-Modus erweitert. Da werden Fahrwerk, Motor- und Getriebesteuerung den Anforderungen angepasst. Das ABS-System lässt hier teilweise blockierende Räder zu. Die bilden beim Bremsen einen Schotterkeil vor den Reifen, was auf unbefestigten Straßen den Bremsweg verkürzt. Der Alltrack ist mit sparsamen Turbodieseln in einer Leistungsbreite von 150 bis 240 PS sowie Drehmomenten von 340 bis 500 Newtonmetern und zu Preisen zwischen 38 550 und 47 150 Euro zu haben. Ein 220 PS starker Benzineinspritzer (ab 42 575 Euro) vertritt die Otto-Fraktion. Über Sechsgang-Handschaltung oder sechs- und siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe wird die Kraft auf die Straße gebracht.
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