Deutsches Geoforschungszentrum gibt Tipps für richtiges Verhalten
Wenn die Erde bebt

Vor dem Urlaub steht die Vorfreude klar im Vordergrund. Darüber sollten aber ein paar Vorbereitungen nicht vergessen werden, um die eigene Sicherheit im Urlaubsland zu erhöhen. Dazu zählt in manchen Regionen auch, sich über das Verhalten im Fall eines Erdbebens schlauzumachen.

So ist etwa rund um den pazifischen Feuerring - etwa in Kalifornien oder Japan - das Risiko von Erdbeben höher als etwa in Deutschland. Das Deutsche Geoforschungszentrum GFZ hat die wichtigsten Hinweise in einem Merkblatt zusammengestellt.

Im Gebäude: Wer sich während eines Erdbebens in einem Gebäude aufhält, sucht am besten Schutz unter einem schweren Möbelstück wie einem Tisch und hält sich so lange fest, wie die Erschütterungen anhalten. Gibt es kein passendes Möbelstück, flüchtet man sich unter einen Türrahmen oder legt sich auf den Boden nahe einer Innenwand und weg von Fenstern. Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen!

Man sollte im Haus bleiben, so lange die Erde bebt: Der Versuch, das Haus währenddessen zu verlassen, ist gefährlich. Ausnahme: Zu Beginn des Bebens befindet man sich im Erdgeschoss nahe der Tür.

Im Freien: Wer draußen unterwegs ist, wenn die Erde beginnt zu beben, flüchtet an eine freien Platz, entfernt von Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen. Ist man mit dem Auto unterwegs, sofort an den Straßenrand fahren und an einem Platz fern von Gebäuden und Bäumen anhalten - dann im Fahrzeug warten, bis das Beben zu Ende ist! Danach sollte man keine Brücken oder Unterführungen befahren - sie könnten instabil sein. Wer sich gerade an der Küste befindet, sucht Schutz landeinwärts auf höherem Niveau: Denn das Erdbeben kann einen Tsunami auslösen. Verlassen sollte man den höher gelegenen Ort erst nach einer Tsunami-Entwarnung.
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