Diamant Koh-i-Noor
Pakistanischer Anwalt will britisches Kronjuwel per Klage zurückholen

Islamabad/Neu Delhi. Ein pakistanischer Anwalt und Künstler will mit Hilfe eines Gerichtsverfahrens den berühmten Diamanten "Koh-i-Noor" aus den britischen Kronjuwelen herauslösen und nach Pakistan bringen lassen. Ein Gericht in der ostpakistanischen Stadt Lahore vernahm am Donnerstag in einer Anhörung erste Argumente, wie der Kläger Javed Iqbal Jaffry sagte. In zwei Wochen soll demnach die pakistanische Generalstaatsanwaltschaft erklären, ob ein offizielles Verfahren gegen die britische Königin Elizabeth II. eröffnet werden kann.

Seit dem Jahr 1937 sitzt der 109 Karat messende, unschätzbar wertvolle Edelstein als zentrales Stück in Königin Elisabeths Staatskrone und wird als Teil ihrer Kronjuwelen im Tower ausgestellt. Die Briten erlangten den Stein von Maharadscha Daleep Singh, als sie 1849 die Provinz Punjab annektierten. Sein einstiger Herrschaftssitz liegt im heutigen Pakistan.

Aber nicht nur Pakistaner wollen den Diamanten, sondern auch eine Gruppe Inder meldet Anspruch an. Denn der "Koh-i-noor" soll vor vielen Jahrhunderten auf heutigem indischen Boden gefunden worden sein. Wo genau, ist laut der britischen Enzyklopädie Britannica unklar. Der wertvolle Stein ging in Delhi durch die Hände von Prinzen und Kriegsherren, ehe er beim Maharadscha von Punjab landete.
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