Die besten Einrichtungstipps: Mit Fingerspitzengefühl vorgehen und stets auf die Qualität achten
Szenarien und Raumsituationen schaffen

Möbel, Stoffe und Accessoires so zu kombinieren, dass alles harmonisch zusammenpasst, ist gar nicht so einfach. Dabei spielt auch die Raumgröße eine wichtige Rolle. Erfahrene Einrichtungsprofis helfen, Stilsünden zu vermeiden.

Wer einen Raum oder die ganze Wohnung ohne Raumausstatter einrichten will, findet vielfache Beispiele und Inspiration im Internet oder einschlägigen Zeitschriften. Dabei entwickelt man meist schnell ein Gespür für schöne Wohnideen, die zum eigenen Leben und den finanziellen Möglichkeiten passen. Einrichtungsbeispiele finden sich außerdem in Möbelhäusern.

Fehler vermeiden

Auch ohne eigenen Einrichtungsberater lassen sich Stilfehler vermeiden und Wohnideen verwirklichen. Hier die häufigsten "Stilsünden":

Zu viel Farbe: Mit Farben kann man einzelne Akzente setzen oder den Raum dominieren. Werden aber viele Farben mehr oder weniger wahllos zusammengemixt, wirkt der Raum schnell unruhig und aufdringlich. Einrichtungsberater empfehlen, nicht mehr als drei Farben pro Raum einzusetzen. Bei Möbeln in knalligen Farben ist es ratsam, die Wände betont schlicht zu halten - umgekehrt gilt dasselbe.

Zu viele Highlights: Ein wertvolles Gemälde an der Wand, eine handgeschnitzte Figur in beeindruckender Größe und ein auffälliger Teppich auf dem Boden: Alles zusammen in einem kleinen Raum wirkt überladen und überfordert die Augen. Besser ein besonderes Objekt wählen und dieses durch gekonnte Platzierung oder Beleuchtung hervorheben.

Der Stil entspricht nicht dem Charakter des Gebäudes: Der Landhausstil passt nicht zu einer Wohnung im Hochhaus aus Beton. Umgekehrt wirken puristische Möbel und ein Laminatboden in einer schönen Altbauwohnung oft völlig fehl am Platz.

Zu wenige Freiflächen nehmen dem Raum die Wirkung. Außerdem stören zu viele Möbel im Alltag.

Was viele im kreativen Einrichtungseifer vergessen: die Elektroanschlüsse und das Lichtkonzept. Schon in der Planungsphase sind Anzahl und Platzierung der Stromkabel und Lampen zu berücksichtigen. Dies vermeidet nachträgliche, unbefriedigende Lösungen wie sichtbare Mehrfachstecker. Indirekte Lichtquellen schaffen eine angenehme Atmosphäre.

Sichtbare Schrankinhalte: Stifte, Ordner, Taschenbücher, Putzutensilien und andere Gegenstände ohne dekorativen Charakter sind am besten in blickdickten Schränken oder Schubläden aufgehoben. Sie zerstören sonst schnell die Raumwirkung.

Mix verschiedener Stilrichtungen: Die gekonnte Kombination ist nicht einfach und gelingt in der Regel nur Profis oder Menschen mit unfehlbarem Gespür.

Mix verschiedener Holzarten: Auch dies harmoniert nur in Einzelfällen und erfordert Fingerspitzengefühl.

Auf Qualität achten

Wer viel Mühe für die Gestaltung seiner Inneneinrichtung aufwendet, möchte auch länger etwas davon haben. Daher sollte eine gute Qualität bei den Möbeln, Lampen und Teppichen gegeben sein. Lieber etwas mehr Geld für Möbel mit langer Lebensdauer investieren als alle paar Jahre neue kaufen müssen.

Nicht von allen Trends blenden lassen

Das Sofa im aktuellen Design sieht toll aus und passt gut in den Raum - aber man will es nicht in einem halben Jahr satt haben. Das ist oft der Fall bei auffälligen Farben und Mustern oder einer allzu ausgefallenen Form.

Bei Sitzmöbeln und Betten ist der Komfort ebenso wichtig wie der Stil. Gehören Kinder oder Haustiere zur Familie, ist bei empfindlichen Möbeln im oberen Preissegment gut zu überlegen, ob sie zum Alltag passen.

Der Wohlfühlfaktor

Die Meinung von Freunden und Familienmitgliedern ist wichtig. Für viele Menschen sind repräsentative Wohnräume schon aus beruflichen Gründen notwendig. Das Wichtigste ist aber, dass man sich daheim wohlfühlt. Wenn dazu der Kiefer-Schrank und der Tisch aus Buchenholz gehören, ist das OK. Denn: Einrichtungstipps sollen inspirieren und Wege aufzeigen, aber keine festen Regeln vorschreiben. (tdx)
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