Die Flüchtlingshelferin vom Bahnhof

Sie verteilen Essen, Kleidung oder beraten bei Problemen. In Deutschland gibt es viele Menschen, die jeden Tag Flüchtlinge unterstützen. Auch Katrine Hoop macht mit. Sie hilft an einem Bahnhof, wo viele Flüchtlinge ankommen - freiwillig nach der Arbeit.

Was kann man für Flüchtlinge tun? Das fragte sich auch Katrine Hoop. Jetzt arbeitet sie mit anderen am Bahnhof von Flensburg. Die Stadt liegt im Norden Deutschlands.

Dort unterstützen die Helfer Leute, die aus ihrer Heimat geflohen sind. Die Menschen wollen in Deutschland bleiben oder in andere Länder in Europa weiterreisen.

Was brauchen die Flüchtlinge am Bahnhof am dringendsten?

Katrine Hoop: Bei uns in Flensburg kommen viele Flüchtlinge an, die von hier aus weiter in das Land Schweden reisen. Deshalb brauchen sie oft Reise-Proviant. Sie brauchen auch warme Kleidung. Oft reisen sie ja aus Ländern an, wo es sehr warm ist. Manche haben nur Sandalen an. Viele sind auch krank von der langen Reise.

Wie wird ihnen geholfen?

Hoop: Wir haben viele Freiwillige hier am Bahnhof, die mithelfen. Manche verteilen Essen, andere arbeiten in einer Art Kleiderkammer. Auch Ärzte und Sanitäter sind dabei, die in ihrer Freizeit Flüchtlinge behandeln.

Wie oft sind sie selbst am Bahnhof?

Hoop: Ich gehe nach der Arbeit dorthin. Ich arbeite eigentlich bei einem Verein. An einigen Abenden und am Wochenende bin ich dann am Bahnhof. Ich arbeite dort an einer Art Information. Dort kommen die Flüchtlinge hin, wenn sie Fragen und Probleme haben.

Ist das nicht sehr anstrengend?

Hoop: Ja, manchmal bin ich abends schon ein bisschen erschöpft. Und manchmal ist es auch bedrückend, wenn man von den Flüchtlingen schlimme Geschichten aus ihren Ländern oder von ihrer Flucht hört. Aber die Arbeit macht auch unglaublich viel Freude.

Was ist das Tolle daran?

Hoop: Es ist einfach ein gutes Gefühl, zumindest ein bisschen helfen zu können und nicht nur am Fernseher zuzuschauen.

Die Flüchtlinge freuen sich oft sehr über kleine Dinge, eine Winterjacke oder ein warmes Essen. Das sind so Momente, in denen man denkt: Es braucht manchmal nur wenig, um Menschen glücklich zu machen. (dpa)
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