Die Wirtshauskultur in Bayern im Wandel - "Wirtshäuser sind die Visitenkarten Bayerns"
Genuss mit Geschichte

Das Wirtshaus ist eine Institution mit langer Tradition in Bayern. Es ist Teil unserer gelebten bayerischen Kultur. Es ist ein Ort der Begegnung, des Austausches und auch der Unterhaltung, es übernimmt viele wichtige soziale Funktionen. Das sagt Ulrich N. Brandl, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern.

"Wirtshäuser sind die Visitenkarten Bayerns", so der Landtagsabgeordnete Martin Huber. "Das Wirtshaus gehört zu Bayern wie das Weißbier und die Lederhosn. Im Wirtshaus kommen alle Menschen am Ort, Junge und Alte, Menschen aus allen Schichten und aus den Vereinen zusammen. Sie treffen sich zum Schafkopfen oder einfach nur zum Ratschen. Unsere Gemeinden leben von solchen Orten der Geselligkeit und des Miteinanders", fügt Martin Huber hinzu.

Chancen für Gastronomen

Doch diese Wirtshaustradition scheint seit vielen Jahren gewaltig an Bedeutung zu verlieren. Doch es gibt Chancen.

Die Verwendung regionaler Produkte im saisonalen Wechsel, das Erschließen von zusätzlichen Absatzmärkten durch Catering, die Zusammenarbeit mit Vereinen, die mittägliche Verpflegung von Kindergarten- und Schulkindern oder das konsequente Ausrichten an den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe sind dabei nur einige Aspekte, die seitens der Wirte umgesetzt werden können.

Bürokratie abbauen

Huber hat zusammen mit anderen Abgeordneten einen Antrag zur Erhaltung von Dorfwirtschaften in den Bayerischen Landtag eingebracht. Darin wird gefordert, dass Bürokratie-Hürden für Dorfwirtschaften abgebaut und Dorfgaststätten zum Beispiel im Rahmen der Städtebauförderung und Dorferneuerung besonders gefördert werden.

"Das Wirtshaus als soziale Institution, als Ort der Geselligkeit und des blühenden Lebens unserer Gemeinden müssen wir weiter fördern und unterstützen!", appelliert Martin Huber auch an die Menschen vor Ort. (Quelle: DEHOGA)
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