Die zweite Generation des kleinen Münchner SUV geht an den Start
Das X verdient die Eins

Die Motorenpalette des BMW X1 reicht zum Marktstart von einem Zweiliter-Diesel mit 150 PS bis zu den beiden Top-Aggregaten, die als Benziner und Diesel 231 PS leisten. Bild: BMW
Paradigmenwechsel bei BMW. Basierte der erste X1 noch auf Heckantrieb, ist es bei Generation zwei genau umgekehrt. Das muss nichts Schlechtes bedeuten. Im Gegenteil: der neue X1 steht dadurch proportionierter auf seinen Rädern, hat mehr Platz und fährt sich noch immer so, wie man es von einem BMW erwartet.

Der erste X1 war eine Art Schnellschuss. Im Detail mit einigen Qualitätsmängeln (billiger Kunststoff im Interieur) und im Design ein wenig unproportioniert, weil man als technische Basis einen Mix aus 1er und 3er Touring auf die Räder stellte. Den Erfolg des kompakten SUV hat dies jedoch in keinster Weise gemindert. Zeitweise war jeder zehnte produzierte BMW ein X1. Dazu beigetragen aber hat sicher auch der günstige Zeitpunkt. Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Audi kam mit dem Q3 erst zwei Jahre später auf den Markt und Mercedes hatte für den GLA noch nicht einmal den ersten Zeichenstrich gezogen.

Die zweite Generation geht als komplette Neuentwicklung an den Start. Die nun verwendete Frontantriebs-Architektur steckt auch unter dem 2er Active Tourer, dem nächsten Mini Clubman und in drei Jahren wird sie ebenso der dann präsentierte 1er unterm Blech haben. Man sitzt jetzt deutlich komfortabler und hat mehr Platz als im Vorgänger, besonders auf den Rücksitzen. Im Interieur macht der neue X1 einen großen Sprung nach vorn. Verarbeitung und Materialauswahl liegen deutlich über dem Niveau des Vorgängers. Serienmäßig an Bord sind Klimaanlage, das iDrive-Bediensystem mit einem 6,5-Zoll-Farbdisplay sowie Radio, sechs Lautsprecher, USB-Schnittstelle und Telefon-Freisprecheinrichtung.

Zum Marktstart am 24. Oktober hat der Kunde zunächst die Wahl aus fünf Motorisierungen. Am meisten nachgefragt werden dürfte der neu entwickelte, modular aufgebaute Zweiliter-Diesel, einmal mit 150 PS (xDrive18d) und mit 190 PS (xDrive20d). Beim Normverbrauch unterscheiden sich die beiden lediglich um 0,1 Liter. Die dickere Differenz ist das Drehmoment, 330 Newtonmeter entwickelt der 18d, 400 Nm sind es beim 20d.

Der 231 PS starke Topdiesel xDrive25d (ab 42 500 Euro) erreicht sogar 450 Newtonmeter. Entsprechend souverän zieht der X1 los und entwickelt schon bei niedrigen Drehzahlen kräftigen Schub. Im November will BMW den Dreizylinder-Turbobenziner mit 136 PS nachreichen (Preis: ab 29 950 Euro). Etwas später hält der 116 PS starke Dreizylinder-Diesel Einzug (Preis noch nicht genannt). Verzichten muss der Kunde beim Einstiegs-X1 lediglich auf den Allradantrieb. (mid)
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