Digitale Schule nur "virtuell"

Die Schulen in Deutschland sind nach Ansicht des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) bei der Ausstattung mit moderner Informationstechnologie immer noch rückständig. Eine professionelle Ausstattung gebe es in den meisten Fällen nicht, teilte der VBE beim Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf mit. Das habe eine repräsentative Lehrer-Befragung des Politikforschungsinstituts Forsa für den VBE ergeben.

Demnach gaben nur 47 Prozent der Befragten an, dass sich an ihrer Schule IT-Fachpersonal um die Ausstattung und Sicherheit kümmere. Meist werde die Aufgabe einzelnen Fachlehrern überlassen. Das sagten 71 Prozent der Befragten an. Mehrfachnennungen waren möglich. Dabei werde nicht einmal auf Lehrerfortbildungen gesetzt, sondern auf privates Wissen, kritisierte der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann. 89 Prozent aller Lehrer, die digitales Unterrichtsmaterial nutzen, hätten sich ihre Kenntnisse hauptsächlich privat angeeignet: "Die digitale Schule gibt es in Deutschland bislang nur virtuell, entgegen aller Ankündigungen der Politik."
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