Dr. Markus Söder und Domkapitular Peter Hubbauer kommen am Sonntag - 1215 erstmals erwähnt
Thanhausen feiert mit prominenten Gästen

800 Jahre Hofmark Thanhausen - dieses Jubiläum feiert der Ortsteil der Stadt Bärnau von heute bis Sonntag - in einem bescheidenen und überschaubaren Rahmen.

Bei einem 1215 in Eger beurkundeten Tauschvertrag zwischen König Friedrich II., dem späteren Kaiser, und Bischof Konrad von Regensburg wird unter anderem "Siboto de Tanhusen" als Zeuge genannt.

Dieses Datum gilt im Allgemeinen als Ersterwähnung des Ortes.

Hofmark - dieser Begriff lässt sich bereits seit Mitte des zwölften Jahrhunderts nachweisen und bezeichnet den abgegrenzten Bezirk einer Grundherrschaft, der das Recht zur niederen Gerichtsbarkeit unterhalb des Malefizhändels hatte.

Von Schloss geprägt

Hofmarken konnten sowohl im Besitz kirchlicher als auch adeliger Herren sein. Ihre besondere Bedeutung liegt darin, dass hier unabhängig vom Landesherren Recht gesprochen und Fronarbeiten eingefordert werden konnte.

Die Geschichte von Thanhausen ist über Jahrhunderte bestimmt und geprägt von den Ereignissen um das Schloss und die jeweilige adelige Gutsherrschaft, vom ersten Nachweis der Hofmark bis zu deren Auflösung gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Anwesen und Bewohner standen in unmittelbarer, strenger Abhängigkeit und Verpflichtung dem Adelssitz gegenüber - entweder aus dienstherrschaftlicher Zugehörigkeit dem Ursprung nach oder aufgrund von Besitzübereignung von Grund und Boden durch vertraglich geregelte Schenkung oder Überlassung mit im jeweiligen Grundbuchvermerk niedergelegter Gegenleistung, wie Naturalabgaben und vielseitiger Dienstbarkeit.

Viele Besitzer

Aufzeichnungen über die Ortschaft und ihre Zugehörigkeit wurden zweifellos im Zusammenhang mit den großen historischen Geschehnissen wie Hussitendrangsal, Reformation und Gegenreformation, Dreißigjährigem Krieg, Erbfolgekrieg und napoleonischen Kriegen geführt.

Ihr Verlust ist nahe liegend auf die häufigen Besitzerwechsel des Landadelsgutes zurückzuführen. Deshalb muss sich die Geschichte der Hofmark und des Ortes weitgehend auf Administrativ-Akten stützen.

Chronik erstellt

Aus dem Anlass "800 Jahre Hofmark Thanhausen - Ersterwähnung 1215" hat Robert Birkner auch eine Festschrift oder besser gesagt eine Teilchronik erstellt.

Inhaltlich versuchte er überwiegend, einen Bezug zur "Hofmark Thanhausen" herzustellen und sich mit ihr zu beschäftigen - von der Ersterwähnung im Jahre 1215 bis zu deren Auflösung gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Deshalb sollte auf jeden Fall auf diese "Teilchronik" eine umfassende Dorfchronik folgen. Eine Erweiterung dieses Werks würde sich deshalb auch in Bezug auf das anstehende Dorferneuerungs-Verfahren anbieten.
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