Dresden.
Ski- und Kletterunfälle

(dpa) Bei Ski- oder Kletterunfällen in den Bergen ist oft nur ein Abtransport mit dem Hubschrauber möglich. Dieser gilt als Bergung und nicht als Rettung, erklärt die Verbraucherzentrale. Viele Krankenkassen übernehmen die Bergungskosten aber nur anteilig - der Kunde kann auf einem hohen dreistelligen Betrag sitzenbleiben. Die Übernahme der gesamten Kosten leistet dagegen eine private Unfallversicherung, die Bergungskosten einschließt. Das gilt jedoch nicht in jedem Fall: Wenn ein von außen wirkendes Ereignis fehlt, kann der Unfallversicherer die Zahlung verweigern, erklärt die Verbraucherzentrale und verweist auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf (Az.: 4 U218/11). Aktuell liege ein Fall vor, bei dem eine Kletterin in der Sächsischen Schweiz zwischen zwei Steigen durch eine Schwindelattacke bewusstlos wurde. Die Krankenkasse übernahm die vollen Bergungskosten nicht - und die Unfallversicherung verweigerte die Zahlung der Restkosten. Die Frau wird nach Schätzung der Verbraucherschützer 700 Euro zuzahlen müssen.
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