"Du" ist Chefsache
Berufspraxis

Stuttgart. (dpa/tmn) Das Angebot zum "Du" kommt immer vom Chef - und nicht von den Mitarbeitern. Das gilt auch dann, wenn der Vorgesetzte deutlich jünger als die Angestellten ist. "In dem Fall schlägt die Hierarchie das Alter", sagt Agnes Jarosch vom Deutschen Knigge-Rat. Ältere Mitarbeiter begehen also einen Fauxpas, wenn sie dem jüngeren Vorgesetzten einfach das "Du" anbieten.

Nebenjob dem Ausbilder melden

Bremen.(dpa/tmn) Wollen Azubis ihre Vergütung mit einem Nebenjob aufbessern, sollten sie zur Sicherheit den Chef informieren. Darauf weist Alireza Khostevan hin, Rechtsberater bei der Arbeitnehmerkammer Bremen. So vermeiden sie, dass es hinterher Ärger gibt. Der ist etwa zu befürchten, wenn sie dem Ausbildungsbetrieb mit ihrer Tätigkeit Konkurrenz machen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein angehender Kfz-Mechatroniker in seiner Freizeit privat Autos von Freunden gegen ein Entgelt repariert.

Gewalt im Job

Hamburg.(dpa/tmn) Beschimpfungen und tätliche Übergriffe erleben einige Berufstätige immer wieder. Da ist zum Beispiel ein verwirrter Patient, der das Essenstablett vor dem Krankenpfleger wegwirft oder ein Fahrgast, der den Schaffner beleidigt. "Viele schämen sich dann und schweigen", sagt Heike Schambortski von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Statt mit dem Vorfall allein zu bleiben, empfiehlt sie, mit dem Vorgesetzten und den Kollegen offen darüber zu reden.

Doktortitel gehört zur Anrede

Stuttgart.(dpa) "Frau Dr. Müller" - das klingt ein wenig steif. Doch den Doktortitel wegzulassen, ist keine gute Idee. Wer den Titel hat, sollte damit angesprochen und angeschrieben werden. Nur wenn die Person ausdrücklich darauf verzichtet, darf man ihn weglassen.
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