Düsseldorfer Flüchtlingsheim in Flammen
130 Männer kommen mit dem Schrecken davon

Diese riesige Halle in Düsseldorf stand komplett in Flammen. Einige der 130 Männer in der Flüchtlingsunterkunft seien von dem Feuer im Schlaf überrascht worden, berichteten Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes. Sie seien aber von Helfern rechtzeitig wachgerüttelt worden. Bild: dpa

Düsseldorf. In Düsseldorf ist eine große Flüchtlingsunterkunft komplett ausgebrannt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Sechs Männer seien zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gebracht worden, teilten die Ermittler am Dienstag mit. Der Verdacht habe sich im Zuge der Ermittlungen am Brandort ergeben. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Straftat gebe es nicht.

In der Unterkunft nahe der Messe waren ausschließlich allein reisende Männer untergebracht, vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Bei dem gegen Mittag ausgebrochenen Feuer zogen sich 28 Flüchtlinge Rauchgasvergiftungen zu. Auch ein Feuerwehrmann und ein Helfer aus der Unterkunft wurden leicht verletzt. In der Unterkunft war laut Polizei bereits am 21. Mai ein Feuer gelegt worden. Damals hatte es nur geringen Schaden gegeben.

In der ehemaligen Lagerhalle der Messe waren nach Angaben der Stadt 282 Männer untergebracht. Beim Ausbruch des Brandes waren den Angaben zufolge etwa 130 im Gebäude. Alle seien nach derzeitigen Stand gerettet worden. Alle Bewohner sollten bis zum Abend in anderen Unterkünften vorerst eine Bleibe finden. Die Feuerwehr war gegen 12.35 Uhr alarmiert worden. Als die Löschzüge eintrafen, habe die rund 6000 Quadratmeter große ehemalige Messehalle komplett in Flammen gestanden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Eine dunkle Rauchsäule war von weitem zu sehen.
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