E-Mails und Telefonate mit der Firma im Urlaub: Tipps vom Arbeitspsychologen, wie man die ...
Entspannt in den Urlaub

(dpa/tmn) Wochenlang hat man sich auf Meer und Strand gefreut - und dann ist man endlich da und kann nicht abschalten. Prof. Tim Hagemann, Arbeitspsychologe an der Fachhochschule der Diakonie, erklärt, was man tun kann, um die Ferien richtig zu genießen:

Urlaub ankündigen:Gut ist, zwei bis drei Wochen vor den freien Tagen den Kollegen und gegebenenfalls Kunden Bescheid zu sagen, dass man weg ist. "Das hat den Vorteil, dass diejenigen, die noch etwas Dringendes haben, damit kommen, bevor man in den Ferien ist", erläutert Prof. Hagemann. Vergessen Beschäftigte die Ankündigung, hat das möglicherweise zur Folge, dass sie in den ersten freien Tagen behelligt werden.

Vertretung genau einweisen:Um im Urlaub mit gutem Gewissen entspannen zu können, braucht es eine klare Vertretungsregel. Wer kümmert sich um meine Aufgaben, während ich weg bin? Und weiß derjenige genau Bescheid, was er zu tun hat? Auch hier gilt: Wer den Kollegen frühzeitig und ausführlich instruiert, verringert die Wahrscheinlichkeit, dass es später Nachfragen gibt.

To-do-Liste für nach dem Urlaub schreiben:Bevor Beschäftigte in den Urlaub starten, sollten sie als letzte Amtshandlung eine To-do-Liste schreiben, was nach den Ferien ansteht. Danach haben sie den Kopf frei. Außerdem nimmt man am ersten Arbeitstag nach dem Sommer wieder schneller den Faden auf.

Um richtig auszuspannen, gönnen Berufstätige sich pro Jahr idealerweise mindestens einen längeren Urlaub. "Zwischen zwei und drei freien Wochen sollten es schon sein", sagt Prof. Tim Hagemann. So lange braucht es in der Regel, um den Job ganz hinter sich zu lassen. Eine Woche reicht häufig nicht aus. Was Berufstätige machen, also ob Städtetrip, Strand- oder Aktivurlaub, sei egal. Das müsse jeder für sich entscheiden.
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