Ein besonderes Schulfach
Dribbeln und talken

Ruben und Shazad lernen Basketball und Englisch gleichzeitig. Bild: dpa

Richtig gut Basketball spielen lernen und gleichzeitig Englisch lernen? In einer Schule in Berlin ist das möglich. Dort lernen die Schüler ein besonderes Fach: American Basketball.

Berlin. Zwischen den Schulbänken steht eine Gruppe junger Basketballer im Klassenzimmer. Einer hat sein Federmäppchen in der Hand und tut so, als würde er damit dribbeln. Drei andere Jungen stellen sich ihm in den Weg. Was machen die Jungs da? Haben sie keine Turnhalle und keinen Ball, mit dem sie spielen können?

Doch, na klar. Die Klasse ist sogar ziemlich häufig in der Turnhalle und spielt dort Basketball. Aber gerade haben die Schüler Theorie. Das bedeutet: Sie besprechen alles, was auf dem Spielfeld passiert, im Unterricht.

Ihr Lehrer heißt Nicholas Behne. Eigentlich arbeitet er für den großen Basketball-Verein Alba Berlin. Doch seit einiger Zeit unterrichtet er die Sportart an der Schule. "In der Theorie bereden wir zum Beispiel, wie die richtige Körperhaltung oder bestimmte Spielzüge auszusehen haben", erklärt Herr Behne.

Das Schulfach hat einen besonderen Namen: American Basketball. Im Unterricht dreht sich alles um den Sport und seine Geschichte. Aber auch darum, wie man sich richtig bewegt und gesund ernährt. "Und natürlich machen wir das alles auf Englisch", stellt der Lehrer klar.

Für die Achtklässler ist das gar nicht so leicht. Zwar kennen sie vom Basketball viele englische Begriffe. Aber sich locker in einer Fremdsprache miteinander zu unterhalten? Das braucht Übung. Bei dem Kurs in der Turnhalle geht es ernst zur Sache. Die Schüler werfen nicht einfach nur ein paar Bälle auf den Korb. Sie lernen, sicher zu verteidigen, die richtigen Wege in der Halle zu gehen und genaue Pässe zu spielen.

Ruben fällt das Dribbeln ziemlich leicht. Er spielt schon seit vier Jahren bei Alba Berlin. Für ihn war sofort klar, dass er das Fach American Basketball wählen würde. "Ich finde es cool, Englisch über meinen Lieblingssport lernen zu können", sagt der 13-Jährige.

Zu seinem Training im Verein kommen nun drei Schulstunden Basketball in der Woche dazu. Er sagt: "Auch, wenn die Theorie manchmal ein bisschen nervt: Es ist toll zu sehen, wie die ganze Klasse ständig besser wird."

Seinen Mitschüler Shazad nervt an dem Unterricht gar nichts. "Ich hatte mit Basketball zuerst nicht so viel am Hut", sagt der 15-Jährige. "Aber jetzt mag ich den Sport total und finde es wichtig, dabei möglichst viel Englisch zu lernen."

Vielleicht gibt es auch noch einen weiteren Grund. "In zwei Jahren machen wir mit der ganzen Klasse eine Reise nach Amerika", erzählt Ruben. Darauf freuen sich die jungen Basketballer jetzt schon.

Infos im O-Netz: www.onetz.de/themen/ zeitung-macht-schule.html

Ich finde es cool, Englisch über meinen Lieblingssport lernen zu können.

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