Ein halbes Jahrhundert zum Wohle der Natur: 40 Jahre Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald und ...
Zwei Jubiläen - ein Fest für alle

40 Jahre alt und schwungvoll wie noch nie - das ist der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald. Seit seiner Gründung am 27. Februar 1975 soll er die Wertschätzung von Natur und Landschaft steigern. Ein Wohlfühlfaktor, der es in sich hat. Der Regionalmarkt in der Bayerischen Modellgemeinde Biodiversität (biologische Vielfalt) in Tännesberg bietet dagegen seit nunmehr 10 Jahren das Schaufenster für kulinarische Kultur in der Region schlechthin. Zusammengerechnet sind das 50 Jahre zum Wohle der Natur.

Ein Jubiläum, die beide Institutionen am Sonntag, 13. September, in Tännesberg mit einem qualitätsvollen Regionalmarkt von 10 bis 17 Uhr groß feiern. Landrat Andreas Meier und Bürgermeister Max Völkl eröffnen die Veranstaltung um 10.30 Uhr. Jagdhornbläser umrahmen diesen Akt musikalisch.

Große Schlemmermeile

Danach verwandeln sich der "Ledererhof" sowie die benachbarte Raiffeisenstraße in eine große Produkt- und Schlemmermeile. Hofläden, traditionelle Handwerker und andere Anbieter stellen an diesem Tag ihre Arbeit im Herzen der ersten Biodiversitätsgemeinde Deutschlands vor. Die Besucher können sich über die Herstellung von Milch- und Käsespezialitäten, Honigerzeugnissen, ökologischen Fleisch- und Wurstwaren, Gelees, Fruchtaufstrichen sowie Obst- oder Kräutererzeugnissen informieren. Vor Ort zu haben sind neben Rinder- und Lamm-Salami auch die begehrten Rotviehschätze. Gesundheitsfördernde Felle runden das Gesamtsortiment ab.

Alleinstellungsmerkmal

Bereits seit mehr als zehn Jahren zeichnen sich die Erzeugnisse des Naturparks durch ihre detaillierte Herkunftsbezeichnung aus. Dies bedeutet unter anderem, dass verfügbare Grundrohstoffe, Zutaten beziehungsweise Zusammensetzungen (natürlich gentechnikfrei) des Produkts - soweit verfügbar - sowie Anbau, Verarbeitung und Vertrieb aus dem Gebiet des Nördlichen Oberpfälzer Waldes erfolgen sollen.

"Wir haben damit ein gewisses Alleinstellungsmerkmal erreicht, welches die Nachfrage bestätigt", unterstreicht Landrat und Naturparkvorsitzender Andreas Meier nicht ohne Stolz.

"Die angebotene Speisekarte lässt ebenfalls keine Wünsche offen" verspricht der Tännesberger Bürgermeister Max Völkl. Egal ob Rotviehbraten, Wildgulasch, Wildbratwürste, Fisch oder andere bayerische Schmankerln aus dem Nördlichen Oberpfälzer Wald - für jeden Gaumen ist garantiert das Richtige dabei.

Dazu schmeckt ein Rebhuhn-Zoigl oder ein fruchtfrischer Apfelsaft besonders gut. Beide Spezialitäten sind das Ergebnis erfolgreicher Naturschutzarbeit. Gepflegten Mittagstisch bietet natürlich auch die örtliche Gastronomie an. Am Nachmittag können die Besucher Schmierkuchen aus Emmermehl genießen. Wer will, kann auch wieder das begehrte Rebhuhnbrot oder ein Naturparklaibl kaufen und sich ein echtes Naturparkeis schmecken lassen.

Viele kostenlose Infos

Am Stand des Naturparkvereins können sich die Gäste mit vielen kostenlosen Informationen eindecken. Kinder haben die Möglichkeit, persönliche Glücksketten zu basteln und einen Naturparkbutton zu erwerben. Wer hier seinen Zeitungscoupon einlöst, darf sich über eine kleine Überraschung freuen.

Auch die Bayerischen Staatsforsten sind mit dem Forstbetrieb Flossenbürg vertreten. Im Rahmen des Bayerischen Aktionsjahres Waldnaturschutz und unter dem Motto "Nachhaltig schützen und nutzen" geben die Vertreter dieser Institution viele praktische Tipps zum heimischen Wald und seiner Vielfalt.

Biologische Vielfalt zu schützen bedeutet nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren, sondern auch, die Grundlagen des Überlebens von uns allen zu sichern. Dafür engagiert sich die Marktgemeinde Tännesberg seit vielen Jahren mit vielen Projekten. Beispielsweise war und ist Tännesberg maßgeblich am Erhalt der einst vom Aussterben bedrohten Oberpfälzer Rinderrasse "Rotvieh" beteiligt, schafft wertvolle Biotopflächen bei der Wiederherstellung von ehemals zugeforsteten Talräumen wie dem Kainzbach- und dem Schleißbachtal und unterstützt im Rahmen eines Rebhuhn-Schutzprojektes Anbau und Vermarktung alter Getreidesorten.

Gemeindeeigene, landwirtschaftlich genutzte Flächen werden im Sinne der Artenvielfalt optimiert und sollen wertvolle Bausteine eines Biotopverbundes bilden. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, in der Bevölkerung und bei Besuchern das Bewusstsein für die Notwendigkeit zur Bewahrung der biologischen Vielfalt zu stärken. Dieses Engagement wird seit 2013 vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert und von den Partnern Landesbund für Vogelschutz, Bund Naturschutz, Wildland-Stiftung und Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald mitgetragen.

Ausreichend Parkplätze

Zentrale Parkplätze sind genügend vorhanden. Die Besucher folgen am besten der Ausschilderung. Die weitere Logistik ist in der Hand der Feuerwehr Tännesberg und des gemeindlichen Bauhofes.
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