Ein Mini-Krankenhaus in der Luft

Auf dem Flughafen Tegel in Berlin ist am Donnerstag ein besonderes Flugzeug gelandet. Von außen sieht es aus wie ein normaler Jet. Doch damit fliegen keine Reisenden in ferne Länder.

Im Inneren ist der Airbus ein Mini-Krankenhaus. Mit seiner Hilfe sollen künftig Menschen gerettet werden. Menschen, die an der Krankheit Ebola erkrankt sind. Am Donnerstag zeigten Experten das Flugzeug Reportern. Ebola ist ein gefährliches Virus. Es brach vor einiger Zeit in Westafrika aus. Viele Tausend Menschen haben sich dort mit Ebola angesteckt. Tausende Leute sind daran bereits gestorben.

Mit dem Jet werden Ebola-Patienten künftig dorthin geflogen, wo man ihnen besser helfen kann. "Jemanden, der an Ebola erkrankt ist, kann man nicht in einem normalen Flugzeug transportieren", erklärt eine Expertin. Das Virus überträgt sich etwa über Blut und Spucke. Damit niemand damit in Berührung kommt, gibt es in dem Flugzeug eine Isolier-Station.

Das Wort isoliert bedeutet so viel wie "keinen Kontakt haben". Eine Isolier-Station ist komplett nach außen abgeschlossen. Die Viren von dort gelangen so nicht nach außen. Wer zum Patienten möchte, muss durch mehrere Türen gehen. Bevor ein Arzt die nächste Tür öffnet, muss er die vorherige Tür schließen.

"Das Neue und Besondere an dem Flugzeug ist, dass man darin Ebola-Patienten sicher versorgen kann", sagt die Expertin. Ärzte können einen Patienten dort behandeln, Krankenschwestern ihn pflegen. Sie können ihm zum Beispiel Flüssigkeit geben, um das Fieber zu senken.

In Flugzeugen ohne Isolier-Station war das nicht möglich. Die Gefahr, dass man sich ansteckt, war zu groß. Deswegen ging bei den Transporten bisher wichtige Zeit verloren. (dpa)
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