Ein Oberpfälzer Bastler hat einen Ford "Model T" restauriert
Alte Liebe

Vom Ford "Model T" wurden zwischen 1908 und 1927 rund 15 Millionen Stück gebaut. Zwar haben nur rund ein Prozent davon bis heute überlebt, aber bei dieser riesigen Stückzahl macht das immer noch satte 150 000 aus. Das muss man sich als erstes klar machen, wenn der Mund bei einem Besuch von Anna und Harald Schmid in Pleystein nicht mehr zu gehen will und der Wortschatz auf das Wort "Wahnsinn" zusammenbricht.

In deren Garage stehen nämlich gleich zwei Ford "T", ein Cabrio schon seit Jahren, und seit Kurzem auch eine Limousine mit der Bezeichnung "Center door", also "Zentraltür". Diese Baureihe ist"sehr selten", sagt Harald. Weil es bei den Ausfahrten doch mal regnet, wollten die beiden Auto-Narren sich noch ein geschlossenes T-Modell kaufen und fanden es genau bei dem Händler in Dänemark, wo sie auch schon das Cabrio her hatten.

Aus Dänemark

"In Dänemark haben viele Autos überlebt", erklärt Harald, wegen der Luxussteuer auf Neuwagen "werden die Autos dort gefahren, bis sie auseinanderfallen". Dafür war das neue "Model T" noch in einem ganz guten Zustand, als sie es vor eineinhalb Jahren mit dem Anhänger holten. 13 000 Euro hat es gekostet, "und noch einmal das Gleiche an Neuteilen". Das mit den Teilen war erstaunlich problemlos, denn "jedes Teil ist noch lieferbar".

Unzählige Stunden

Und so blieben die unzähligen Arbeitsstunden, die Harald in seine Neuerwerbung steckte. Der Auto-Virus hat ihn schon früh erfasst, und so wurde der Polizeibeamte im Gehobenen Dienst letztlich Werkstattleiter der Zentralwerkstätte der Polizei in Sulzbach-Rosenberg und absolvierte Zusatzausbildungen als Gutachter und Fahrlehrer. Auch Maschinenbau-Technikerin Anna unterstützt ihren Harald, wo sie kann.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.