"Eine blühende Stadt?"
Briefe an die Redaktion

Ein Leser ist der Meinung, dass viele Entscheidungen der vergangenen Jahre von Stadtrat und Verwaltung keine Ruhmesblätter gewesen seien:

Ja, blühend, das war Weiden mal, jetzt sind wir bunt - und das ist auch gut so! Aber ansonsten: öd und leer, und nicht nur die Kassen. Wie formulierte doch Heinz Rühmann so schön und unnachahmlich in einem seiner Filme: "Hübsch hässlich haben Sie's hier."

Beispiel für Weiden gefällig: der aufgestellte Mobilfunkmast, weit sichtbar thronend auf dem Dach des Rathauses. Sind die Masten als solches schon schlimm genug, die handysüchtige Gesellschaft will es ja nicht anders, aber an so einem Platz, einfach nur schrecklich. Fragt sich schon, wer diese Aufstellung, vermutlich eigenmächtig, genehmigt hat. Das war wohl ein weiterer Versuch, das Stadtdefizit zu mindern. Woanders werden die Bürger gefragt, und die hätten dies rechtzeitig zu Fall gebracht. Einen anderen und besseren Platz hätte man allemal finden können.

Ich habe mal für mich gelistet, was die letzten Jahre von Stadtrat und Verwaltung verkorkst worden ist, aber leider wieder aufgehört. Bei der derzeit gegenseitigen Beweihräucherung müsste ich wohl wieder von vorne anfangen. Stoff gäbe es genug, man muss nur die Zeitung in den vergangenen Wochen und Monaten genau gelesen haben. Tohuwabohu, Schätzlerbad, Kita-Öffnungen samstags, Keramikmuseum, unfachliche Kulturdebatte, unkontrollierte Parkplatz-Eliminierungen usw. usw.

Und letztlich will ich mit dem Dännereck bei all dem vielen Gerede über Pro und Contra, wann endlich Taten folgen, nicht den Teufel an die Wand malen, dass uns, wie in Kempten, ein großes Bauloch blüht. Das könnte man dann gut und gern mit Wasser füllen, Weiden im See.

Aber, man sollte die Hoffnung nie ganz aufgeben, und vielleicht kann Rühmann eines Tages dann doch noch widerlegt werden.

Wolfgang Lindner, Weiden

Brücke für Fußgänger und Tunnel für Autos

Gedanken über Sedanstraße und Issy-les-Moulineaux-Platz macht sich ein anderer Leser:

Zur Zeit macht man sich in Weiden viele Gedanken bezüglich der Sperrung der Sedanstraße. Eine Straße, auf der täglich13 600 Fahrzeuge verkehren, zu liquidieren, wird nicht möglich sein.

Eine Variante sehe ich in einer anderen Lösung, die sowohl dem Autoverkehr als auch den Fußgängern gerecht werden würde. Dabei stelle ich mir eine großzügige Vertiefung der Sedanstraße im erweiterten Bereich der Fußgängerquerung und zusätzlich eine leicht angehobene Brücke für die Fußgänger vor.

Das wäre neben einer sehr praktikablen Lösung auch eine optisch sehr ansprechende Variante.

Bernhard Gröbner, Weiden

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